08.06.08 Gewinnorientierung im Gesundheitswesen

Gewinnorientierung im Gesundheitswesen

Zu Medienberichten über Gewinnorientierung im Gesundheitswesen erklärt die Bundessprecherinnenrunde der Feministischen Partei DIE FRAUEN:
"Immer wieder entnehmen wir den Medien die offenbar beklagenswerte Tatsache, dass bspw. Krankenhäuser "mit Verlust" arbeiten. "Krankenhäuser sollen Gewinne erwirtschaften?", kritisieren die Bundessprecherinnen und stellen fest:
"Die Forderung nach Verbilligung unserer Gesundheitsversorgung führt uns immer mehr in eine qualitative Abwärtsspirale: Kostensenkungen beim -überwiegend weiblichen- Personal und bei den Therapien bei gleichzeitig möglichst vielen Krankheitsfällen! Je mehr Krankheit, desto höher also die Gewinnchancen? Das Gesundheitssystem ist Teil der gesellschaftlichen Infrastruktur und als solche nicht darauf auszurichten, Gewinne zu erzielen. Die Forderung nach Gewinnerzielung auf dem Gesundheitssektor halten wir für skandalös."

Die Feministische Partei DIE FRAUEN vertritt andere Forderungen:
"Es ist die Aufgabe des Gesundheitssystems, die Gesundheit aller zu fördern und Krankheiten durch gezielte Vorsorge zu vermeiden. Gesundheitsfür- und -vorsorge gehört zum Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge ebenso wie Kinderbetreuung, Bildung, die Infrastruktur für Energie- und Wasserversorgung, öffentlicher Verkehr, Post und Telekommunikation, kommunale Wohnungswirtschaft und die Medien.
Diese Bereiche dürfen weder privatisiert noch dem Wettbewerb durch die so genannten Vergaberichtlinien der Europäischen Union ausgeliefert werden.
Die Nutzung dieser Güter und Dienstleistungen muss kostenlos und für alle erreichbar sein, denn sie sind von allgemeinem öffentlichen Interesse und lebenswichtig."

Waltraud Pomper, Pressesprecherin

Waltraud Pomper
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