01.10.08 Zum Welttierschutztag

Zum Welttierschutztag 2008 erklärt Frank-Michael Malchow, BundessprecherIn und SprecherIn der Bundesarbeitsgemeinschaft Tierrechte und VerbraucherInnenschutz:

Auch Tiere haben Rechte! Es ist kein Zufall, dass sich FeministInnen für Tiere einsetzen. In Gesellschaften, in denen Frauenrechte nicht viel gelten, haben Tiere so gut wie gar keine Rechte. "Gewaltfreier Umgang mit Tieren" ist für die Feministische Partei DIE FRAUEN Programm. Dort heißt es: "Der Mensch hat nicht das Recht, Tiere als Sache zu behandeln, die aus wirtschaftlichen Erfordernissen oder aus anderen Gründen aufgrund menschlicher Überheblichkeit produziert, eingesperrt, transportiert, ausgebeutet, gequält, gejagt, geschlachtet, gekauft, verkauft, vergast, zu Versuchszwecken "verbraucht" und vernichtet werden."
Deshalb ist es für uns völlig unverständlich, dass das zuständige Landeskirchenamt dem Verkauf eines kirchlichen Grundstücks in Hannover für ein umstrittenes Tierimpfstoffzentrum zugestimmt hat. Dies steht im Widerspruch zum kirchlichen Auftrag, auch wenn die Landeskirche Niedersachsen dies in einer Mitteilung verneinte. Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim will in dem Tierimpfstoffzentrum ab 2011 Versuche zu Erkrankungen der Atemwege und des Verdauungstraktes vornehmen, wie wir den Medien entnehmen konnten.
Wir FeministInnen setzen uns ein für die Abschaffung der lebensfeindlichen Brutalforschung mit Tieren und sind der Überzeugung: Wenn eine Umverteilung der Forschungsgelder zu Gunsten tierversuchsfreier Methoden vorgenommen würde, wäre die Wissenschaft wesentlich weiter als bisher und die Versuchstierzahlen würden endlich sinken. Wir fordern Politik und Wissenschaft auf, nicht nur zu reden, sondern auch zu handeln! Immerhin hatten sich CDU, CSU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vom 11.11.2005 dazu verpflichtet. Die Bundesregierung muss sich bei den nächsten Bundestags- und Europawahlen auch an solchen Verpflichtungen messen lassen.
Leider sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Laut Tierschutzbericht der Bundesregierung sind die Versuchstierzahlen im Jahre 2006 erneut gestiegen: 2.518.267 Tiere wurden zu Versuchszwecken "verbraucht" und vernichtet. Das sind 105.589 Individuen mehr als in 2005!
Solange der Mensch mit größter Selbstverständlichkeit Millionen von leidensfähigen Mitgeschöpfen als Messinstrumente missbraucht, in engen Käfigen durch Bewegungsentzug foltert, sie vergiftet und qualvoll sterben lässt, wird die Zivilisation der Ausbeutung und des Tötens, auch innerhalb unserer eigenen Spezies, bestehen bleiben.
Als Feministische Partei lehnen wir jede Form von Gewalt ab, ganz egal ob sie sich gegen Frauen, Männer, Kinder oder Tiere richtet! Das ist unser politisches Kredo: Wir treten ein für Frauenrechte, Menschenrechte und Tierrechte!

Kontakt: Frank-Michael Malchow, Tel.: 0173 - 6040624

Waltraud Pomper, Pressesprecherin

Waltraud Pomper
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