16.03.09 Amoklauf in Winnenden -  und der nächste kommt bestimmt

Amoklauf in Winnenden - und der nächste kommt bestimmt!

Nach Amokläufen in Erfurt und Emsdetten und nun in Winnenden fragen Politikerinnen und Politiker wieder einmal fassungslos und entsetzt nach dem Warum.
Wen es immer noch wundert, dass junge Männer auf ihre Probleme mit Gewaltexzessen reagieren, erkennt nicht, dass in unserem patriarchal-hierarchischen Gesellschaftssystem Gewalt als Mittel zur Konfliktlösung normal ist. Unterdrückung und unterschiedliche Formen der Gewalt bis hin zum Krieg werden legitimiert, Gewaltbereitschaft und Gewalttäter werden systematisch erzeugt. Amokläufer sind fast immer männlich, ihre Opfer auffallend häufig Frauen und Mädchen.
Die Bundessprecherinnenrunde der Feministischen Partei DIE FRAUEN fordert: "Anstatt in populistischer Hilflosigkeit weitere Kontrollen und Repressionen gegenüber Jungendlichen und Erziehungsberechtigten zu fordern, muss unsere Gesellschaft mit gutem Beispiel vorangehen: Sie muss Gewalt und Krieg als Mittel zur Konfliktlösung ächten. Statt Unsummen von Steuergeldern in die Rüstungsindustrie zu investieren, müssen verstärkt Ausgaben in Bildung und die Entwicklung von gewaltfreier Pädagogik getätigt werden. Die Erziehung in den Kindergärten und die Lehrpläne in den Schulen müssen antihierarchische Erziehung und friedliche Konfliktbewältigung, das Wertschätzen von Leben und die Achtung vor der Natur beinhalten".
"Die Gesellschaft", fordert die Bundessprecherinnenrunde weiter, "muss außerdem so organisiert werden, dass niemand mehr Angst haben muss, dass das soziale System sie oder ihn nicht mehr trägt. Kürzungen im Sozial- und Bildungsbereich, wie sie seit vielen Jahren durch unsere Regierungs-PatriarchInnen durchgeführt werden, müssen rückgängig gemacht werden. Das Thema "Überwindung unserer lebensfeindlichen patriarchalen Gesellschaftsordnung" muss auf die politische Tagesordnung kommen."

Die Bundessprecherinnenrunde fordert die Politikerinnen und Politiker auf,
das Verschleudern von Steuergeldern für die Organisation von Gewalt und Krieg, wie Rüstungsindustrie, Bundeswehr und Auslandseinsätze zu beenden und
sich für eine Gesellschaftsform einzusetzen, in der Frieden und gewaltlose Konfliktbewältigung im Mittelpunkt stehen. Diese Gesellschaftsform ist für die Zukunft aller erstrebenswert und lebensnotwendig. Bei ihrer Verwirklichung haben die Erziehung im häuslichen Umfeld, im Kindergarten, in der Schule und in der Hochschule sowie die Medien eine zentrale Bedeutung.

Waltraud Pomper, Pressesprecherin

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