20.03.09 Equal Pay Day 2009

Equal Pay Day 2009

Jeweils bis zum 20. März des Jahres arbeiten Frauen umsonst - verglichen mit den Löhnen von Männern. Damit entgehen ihnen auf ihre Lebenszeit berechnet durchschnittlich 160 000 Euro! Die unentgeltlich geleistete Pflege-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit von Frauen ist dabei noch nicht einmal berücksichtigt.
Die skandalöse Lohndifferenz von 23% quer durch alle Branchen in Deutschland, sowie die daraus resultierende Altersarmut von Frauen ist Frau Bundeskanzlerin Merkel keine Stellungnahme wert.
®Frauenberufe® werden schlechter entlohnt als gleichwertige ¯Männerberufe®, und Frauen verdienen auch im selben Beruf weniger als Männer. Diese strukturelle Diskriminierung am Arbeitsmarkt von Frauen hat in den vergangenen beiden Jahren weiter zugenommen und das, obwohl Frauen die besseren Abschlüsse vorweisen können als Männer.
Angela Merkel hat sich auch bei ihren Subventionsprogrammen für die führenden Männer in Banken und Wirtschaft nicht an die Vorgaben des Gender Mainstreaming, also die Prüfung der unterschiedlichen Auswirkungen von staatlichen Maßnahmen auf die Geschlechter, gehalten. Damit verletzt sie weiterhin das von Deutschland bereits 1985 unterzeichnete Frauenrechtsabkommen CEDAW (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women) der Vereinten Nationen.
"Beabsichtigt Frau Merkel gegen die strukturelle Diskriminierung von Frauen am Arbeitsmarkt endlich etwas zu unternehmen?", fragt Sabine Scherbaum, Bundessprecherin der Feministischen Partei DIE FRAUEN. "Die derzeitige Krise bietet große Chancen für einen Umbau unseres zerstörerischen Wirtschafts- und Finanzsystems. Statt neuer Autos und Straßen benötigt ein gemeinwohlorientiertes Wirtschaftsystem Investitionen in gesellschaftlich notwendige und sinnvolle Tätigkeiten. Arbeitsplätze in Kinderbetreuung, Pflege, Bildung und Gesundheitsfürsorge müssen aufgewertet und damit auch für Männer attraktiv werden. Eine radikale Verkürzung der täglichen Arbeitszeit bei existenzsicherndem Lohnausgleich schafft neue Arbeitsplätze und mehr freie Zeit für Männer und Frauen. Zeit, die unseren Kindern und dem Menschen als Sozialwesen zur Verfügung steht.
Dies sind erste und wichtige Schritte zur Überwindung der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung."

Darüber hinaus fordert die Feministische Partei DIE FRAUEN
das Recht auf einen existenzsichernd bezahlten Erwerbsarbeitsplatz, bzw. eine individuelle existenzsichernde Grundsicherung für alle, die sich nicht selbst finanzieren können,
die gesetzliche Festschreibung des Grundsatzes ¯gleicher Lohn für gleiche Arbeit®,
die Anpassung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) an die europäischen Mindestvorgaben und die Einführung des Verbandsklagerechts,
die Einführung allgemeiner Kriterien zur Arbeitsbewertung,
Individualbesteuerung statt Ehegattensplitting,
die längst überfällige Einführung eines Gleichstellungsgesetzes für die Privatwirtschaft.

Kontakt: Sabine Scherbaum; Tel. 089 - 882448; e-mail:
sascher.fp@web.de

Waltraud Pomper, Pressesprecherin

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