Politisches Café für Frauen


jeden 1. Sonntag im Monat ab 11 Uhr
im Frauenprojekt Gallus-Gutleut, Hattersheimer Str. 2, 60326 Frankfurt-Gallus

Kaffee/Tee, Referat und Diskussion
Parkplätze vorhanden, Kinderbetreuung auf Anfrage

 

Programm:
 
als Word-Dokument
 
2. Mai 2010 Yolande de Nobile (Frankfurt a.M.):
Camille Claudel (1864-1943)
 
Im April 2010 findet wegen Ostersonntag kein Politisches Café statt.
 
7. März 2010 Agnes Korn (Frankfurt a.M.):
Von der Göttin zum Nymphchen -
die Figur der Urva¶î in der altindischen Literatur
 
7. Februar 2010 Ramona Lenz (Frankfurt a.M.):
Herrinnen und Mägde?
Emanzipation und geschlechtsspezifische Arbeitsmigration von Frauen in der Republik Zypern
 
Am 3. Januar 2009 findet kein Politisches Café statt.
 
6. Dezember 2009 Farzaneh Sharifi (Frankfurt a.M.):
Die iranische Gesellschaft ruft nach Freiheit. Ist damit auch die Freiheit der Frau gemeint?
 
1. November 09 Ingrid Lee, Terre des femmes (Marburg):
Prostitution und ihre Begleiterscheinungen
 
4. Oktober 09 Ines Brenner, Germanistin (Frankfurt a.M.):
"Ich akzeptiere prinzipiell keine Niederlage, um was es sich auch handle"
Alexandra David-Néel (1868 - 1969)
 
6. September 09 Ruth-Maria Friedrich (Frankfurt a.M., Nizza):
Chinoiserien - was nicht in meinen Koffer passte:
Begegnungen mit Frauen verschiedener Generationen in der VR China
 
2. August 09 Susanne Bötte:
Geniale Frauen
 
5. Juli 09 Yvonne Ford:
Late Bloomers
 
7. Juni 09 Dr. Eva Brinkmann to Broxten (maecenia):
"Wer Frauen stärkt, verändert die Welt"
 
3. Mai 09 Yi, Eunhi:
Der Arbeitskampf der Frauen in Südkorea
 
5. April 09 Margot Müller:
Der Anteil der Frau an der Menschwerdung des Affen
 
1. März 09 Manuela Roth:
Man wird nicht als Frau geboren: über Simone de Beauvoir
 
1. Februar 09 Dr. Maryam Taherifard:
Weibliche Sexualität im Iran
 
4. Januar 2009 Madeleine Röbek Zielke:
Die Schriftstellerin Selma Lagerlöf
 
7. Dezember 2008 Ladyfest-Vorbereitungsgruppe:
Wie politisch ist das Private? Warum flog nur eine Tomate?
*diskussion und fragen zum verhältnis von politisch/privat*
 
2. November 08 Virginia Wangare Greiner (Maisha e.V.):
Beschneidung von Frauen aus der Sicht einer modernen afrikanischen Frau
 
5. Oktober 08 Brigitte Klaß:
"Die Entstehung des Patriarchats" nach dem gleichnamigen Buch von Gerda Lerner
 
7. September 08 Katharina Bornscheuer:
Gender in der Architektur: Diskriminierung ist (k)ein Skandal
 
3. August 08 Stefanie Haenisch (DIE LINKE):
1968 und die Frauen: Versuch einer Aufarbeitung
 
6. Juli 08 Anna Krämer, Karolin Weinzierl:
Bolivarische Revolution in Venezuela
 
1. Juni 08 Gundula Pause (Feministische Partei):
Gefährliche Anmache im Chatroom: Sexismus und Gewalt im Internet
 
4. Mai 08 Anna Veit (FALZ):
Folgen der Hartz IV-"Reform" für Frauen
 
6. April 08 Margot Müller:
Sind Männer die besseren Menschen?
 
2. März 08 Elke Möller (ver.di):
Frauen verdienen mehr - ein Motto nicht nur für den Internationalen Frauentag
 
3. Februar 08 Shadi Amin:
Frauen im Iran
 
4. Januar 2008 Barbara Lautermilch (DKP):
Alexandra Michailowna Kollontai
 
2. Dezember 2007 Virginia Wangare Greiner (Maisha e.V.):
Was ist eigentlich Rassismus?
 
4. November 07 Jane von Rabenau:
"Brüste bügeln" in Kamerun
 
7. Oktober 07 Gabriele Wenner:
Der Anfang: Ein Stück erkämpfte Macht - Heute: Gleichstellung und Förderung
 
2. September 07 Gerlinde Kränzlein:
20 Jahre LiBeraturpreis in Frankfurt
 
5. August 07 Erika Korn (Feministische Partei DIE FRAUEN):
Äthiopien - ein Land zwischen Hungersnot und Hochkultur
 
1. Juli 07 Gender Mainstreaming im Städtebau
 
3. Juni 07 Katharina Surhoff:
Das Sado-Ritual-Syndrom: Mary Dalys Analyse der männlichen Unterdrückungs- und Herrschaftsintrumente
 
6. Mai 07 Marion Hackenthal (Studentin, IG Bergbau):
Studentinnen auf der Straße
 
1. April 07 Margot Müller:
Über die Ursprünge und Folgen der geschlechtlichen Arbeitsteilung
 
4. März 07 Ellen Diederich (Friedensarbeiterin):
Globalisierung, Krieg und die Lage der Frauen in Zeiten des Empire
 
4. Februar 07 Marie-Luise Schwarz-Schilling (Unternehmerin):
Weibliche Würde und weibliche Ehre in patriarchalen und demokratischen Gesellschaften
 
7. Januar 2007 Ines Brenner (Germanistin):
Christa Wolf
 
3. Dezember 2006 Barbara Köhler, Xiomara Tortoza:
Die neue Rolle der Frau in Venezuela
 
5. November 06 Sonia de Arêa Leao-Sitals (Imbradiva e.V.):
Menschenhandel in Brasilien
 
1. Oktober 06 Brigitte Klaß (amnesty for women):
Gentechnik
 
3. September 06 Madeleine Röbek Zielke (Zonta):
Unterschiede der Emanzipation in Schweden und Deutschland
 
6. August 06 Marianne Müller (MLPD):
Frauen in Kuba: Die Globalisierung bringt die Familienordnung in die Krise
 
2. Juli 06 Rabia Yalniz (Ahmadiyya Muslim Gemeinde):
Die muslimische Frau im Fokus der westlichen Kritik - zu Recht oder zu Unrecht?
 
Am 4. Juni 2006 (Pfingstsonntag) findet das Frühstück nicht statt.
 
7. Mai 06 Dorothea Geissler:
Auf der Suche nach dem nicht geschlechtsspezifischen Verhalten - Über die Auswirkungen alter Abwehrmechanismen und neuer Verhaltensstrategien im Berufsalltag von Frauen
 
2. April 06 Farzaneh Sharifi:
"Brautgeld": Ein Geschäft mit Frauen?
 
5. März 06 Elke Schüller (Archiv der dt. Frauenbewegung):
"Frau sein heißt politisch sein". Wege der Politik von Frauen in der Nachkriegszeit am Beispiel Frankfurt am Main (1945-1956)
 
5. Februar 2006 Brigitte Klaß (amnesty for women):
"Die Entstehung des feministischen Bewußtseins" (nach dem gleichnamigen Buch von Gerda Lerner)
 
Am 1. Januar 2006 findet das Frühstück nicht statt.
 
4. Dezember 2005 Ines Brenner (Germanistin):
Marie Luise Kaschnitz (1901-1974)
 
6. November 05 Kyung Ae Hyun (Koreanisches Frauennetzwerk in Deutschland):
Die Geschichte der "Trostfrauen" des japanischen Militärs während des 2. Weltkriegs im pazifischen Raum
 
2. Oktober 05 Esther Ellrodt-Freiman (WIZO):
Die Berliner Salons, ihre Entstehung und ihre Blütezeit
 
4. September 05 Bärbel Peschl (Frauen und Schule Hessen e.V.):
Geschlechtergerechte Schule
 
7. August 05 Vathsala Aithal (Erziehungswissenschaftlerin):
Global sisterhood - romantische Schwesternschaft? 30 Jahre internationale Frauensolidarität
 
3. Juli 05 Rodika Mandel (Therapeutin):
Die Präsenz der Vergangenheit
 
5. Juni 05 Sylvia Thießen-Lüders (DDAC):
Der Deutsche Damen Automobil Club e.V.
 
Am 1. 5. 2005 findet das Frühstück nicht statt. Wir laden stattdessen zur Teilnahme an den 1.-Mai-Aktionen ein.
 
3. April 05 Uschi Madeisky, Gudrun Frank-Wissmann:
Gesellschaften in Balance
 
6. März 05 Barbara Lautermilch (DKP):
Clara Zetkin (1857-1933)
 
6. Februar 2005 Prof. Dr. Tobe Levin (FORWARD Germany):
Für ein Recht auf unversehrtes Leben...
 
Am 2. Januar 2005 findet das Frühstück nicht statt.
 
5. Dezember 2004 Ulrike Kress (Ev. Frauenhilfe):
Augen auf beim Kleiderkauf: Die Clean-Clothes-Kampagne
 
7. November 04 Karin Wagner (Dipl.Päd.), Susanne Wünsch (Dipl.Psych.):
Das Traumazentrum: Beratung für Opfer und ZeugInnen
 
3. Oktober 04 Susanne Schröter (Ethnologin, Filmemacherin):
FeMale. Über Grenzverläufe zwischen den Geschlechtern
 
5. September 04 Antje Goy (Pädagogin, Unternehmensberaterin):
Kompetenzen erweitern - Netz knüpfen: berufliche Netzwerke von Frauen
 
1. August 04 Ruth Asfour (Israel-Palästina-Kreis Frankfurt):
Palästinenserinnen und Jüdinnen für den Frieden
 
4. Juli 04 Ines Brenner (Germanistin):
Ein Wesen, das von dem Weibe nichts hat als die Hüften: Ulrike von Kleist
 
6. Juni 04 Monika Christann (Feministische Partei):
Legal, aber nicht legitim -
Zum Zusammenhang zwischen EU-Verfassung und Welthandelsorganisation
 
2. Mai 04 Ines Brenner (Germanistin):
Entstehung und Fortwirken des Hexenbildes
 
4. April 04 Ulrike Helmer (Helmer Verlag):
Wenn Frauen Bücher machen -
Bücherfrauen und Buchmarkt
 
7. März 04 Bruni Freyeisen (DKP):
Der Internationale Frauentag
 
1. Februar 04 Antje Schrupp (Journalistin):
Victoria Woodhull (Lesung)
 
4. Januar 2004 Ursula Mühlberger (Amanda taktlos):
20 Jahre Frauenchorgeschichte - Der internationale Frauenchor Amanda taktlos
 
7. Dezember 2003 Simone Wisotzki (Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung):
Frauen und Sicherheit
 
2. November 03 Marianne Grahl (Fachanwältin):
Die neuen Gewaltschutzgesetze in Theorie und Praxis
 
5. Oktober 03 Ursula Ziemkus, Renate Dietmann (EVA):
Die Beginen - eine religiöse und soziale Frauenbewegung vom Mittelalter bis in die heutige Zeit
 
7. September 03 Karin van Bracht (Kaffeekampagne El Salvador):
Die Kaffeekampagne El Salvador (mit Kaffeeverkostung)
 
3. August 03 Gitta Düperthal (Journalistin):
Ist Medienkritik aus weiblicher Sicht zu betrachten?
 
6. Juli 03 Shila Zare
Die Situation der Frauen in Afghanistan nach dem Sturz der Taliban
 
1. Juni 03 Yolande De Nobile
Louise Michel und die Pariser Kommune 1871
 
4. Mai 03 Linda Ressel
Der Verein Kosmopolitische Frauen Höchst
 
6. April 03 Erika Korn (terre des femmes):
Widerstand ist ein Geheimnis des Glücks -
20 Jahre terre des femmes
 
2. März 03 Elisabeth Schweiger (LISA):
Rosa Luxemburg: Leben und politischer Werdegang
 
2. Februar 03 Mitfrauen der Feministischen Partei:
Informationen zur Landtagswahl
 
5. Januar 2003 Doris Lerche (Autorin, Zeichnerin):
"21 Gründe, warum eine Frau mit einem Mann schläft" - "19 Gründe, warum ein Mann mit einer Frau schläft". Lesung und Gespräch
special guest: der hessische rundfunk
 
1. Dezember 2002 Marita Eilrich (DGB):
Gewerkschaften und Chancengleichheit
 
3. November 02 Angelika Koppe (Gesundheitsberaterin):
Mut zur Selbstheilung:
Gesundheitscoaching für Frauen
 
6. Oktober 02 Maria Bocklet (Feministische Partei):
Das Frauen-Gedenk-Labyrinth
 
1. September 02 Mitfrauen der Feministischen Partei:
Informationen zur Bundestagswahl
 
4. August 02 Halime Arslaner (berami Beratung, Bildung, Beruf in der Migration e.V.):
Besondere Herausforderungen verlangen besondere Lösungen
 
7. Juli 02 Dr. Ulrike Fichera: (Pädagogin):
"Ohne Krimi geht die Mimi nie..." über Mordsfrauen und Frauenkrimis
 
2. Juni 02 Maxi Menzel-Hunkel, Margot Müller (Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Frauenverbände):
Die Arbeit der AGFF, das Frauennetzwerk in Frankfurt/Main
 
5. Mai 02 Helga Weigand (Balance, Arbeit & Freizeit gGmbH Ulrichstein):
Chancengleichheit für Frauen: zwischen Beschleunigung und Entschleunigung der Entwicklung durch neue Konzepte am Beispiel Gender-mainstreaming
 
7. April 02 Barbara Obermüller (Feministische Partei Darmstadt):
Kommunalpolitik aus der Innenansicht: aus dem Rathaus-Nähkästchen geplaudert
 

 


Zu den Referaten:

 

2. 5. 2010:
Camille Claudel (1864-1943)

In einer Zeit, in der künstlerische Begabung einer Frau noch als "widernatürlich" galt und besonders die Bildhauerei eine reine Männerdomäne war, brachte es Camille Claudel zu beachtlichem Erfolg. Sie wurde in der Champagne (Frankreich) geboren und lernte bei Rodin in Paris die Bildhauerei. Er sah schnell, wie begabt sie war, und dass er ihr nicht allzu viel beibringen konnte. Trotzdem blieb sie ihm Schatten des großen, von ihr zunächst geliebten, dann gehassten Meisters. 1913 erkrankte sie seelisch, wurde von ihrer Familie in die Psychiatrie in Avignon eingewiesen und verstarb dort einsam und verlassen 1943.

Yolande de Nobile hat an der Städelschule studiert und ist Malerin.

7. 3. 2010:
Von der Göttin zum Nymphchen - die Figur der Urva¶î in der altindischen Literatur

Die Legende von Purûravas und Urva¶î gehört zu den bekanntesten Geschichten der indischen Literatur und wurde von zahlreichen Dichtern verschiedener Epochen verarbeitet und von Malern und Bildhauern illustriert. Sie handelt von der Liebe eines Sterblichen zu einer übernatürlichen Frau. In diesem Vortrag wollen wir uns mit der Verwandlung der Urva¶î in der altindischen Literatur beschäftigen. In der ältesten Version der Geschichte erscheint Urva¶î als mächtige Frau, die dem Purûravas auch rhetorisch überlegen ist. Im Lauf der Jahrhunderte wird Purûravas ein mächtiger König und Urva¶î ein schüchternes Mädchen, das sich nicht einmal traut, ihm zu antworten, oder sie wird (in anderen Werken) die lüsterne Gegenspielerin von Purûravas' ehrbarer Hauptfrau. Entsprechend verschieden gestaltet sich der Ausgang der Geschichte. Die Legende spiegelt so auch den Wandel des Frauenbildes in Indien wider.

Agnes Korn ist Landesschatzmeisterin der Feministischen Partei DIE FRAUEN.

7. 2. 2010:
Herrinnen und Mägde? Emanzipation und geschlechtsspezifische Arbeitsmigration von Frauen in der Republik Zypern

Seit einigen Jahren sind zypriotische Frauen verstärkt in der Öffentlichkeit präsent. Sie arbeiten als Journalistinnen, Politikerinnen oder Rechtsanwältinnen. Gleichzeitig wird die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung in der Privatsphäre durch die Beschäftigung migrantischer Frauen für Haushalt, Kinderbetreuung und Altenpflege stabilisiert. Auch in anderen Bereichen wie in der Sexindustrie sind inzwischen vorwiegend migrantische Frauen tätig. Dieser Vortrag geht auf beide Entwicklungen ein und arbeitet Zusammenhänge zwischen der Emanzipation von Frauen der Mehrheitsgesellschaft und der geschlechtsspezifischen Nachfrage nach migrantischen Frauen für bestimmte Arbeitsbereiche heraus.

Ramona Lenz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und hat ihre Doktorarbeit zum Thema Mobilitäten in Europa. Migration und Tourismus auf Kreta und Zypern im Kontext des europäischen Grenzregimes geschrieben.

6. 12. 2009:
Die iranische Gesellschaft ruft nach Freiheit. Ist damit auch die Freiheit der Frau gemeint?

Eine Vielfalt von alltäglicher Auseinandersetzung der Frauen mit systematischer Diskriminierung und legalisierter Gewalt geht mit einer leidenschaftlichen Teilnahme an politischen Massenprotesten für Freiheit und Wandel einher. Durch die Herrschaft des Gottesstaats in den letzten 3 Jahrzehnten ist das Bild der Frau mehr den je zum "Politikum" geworden.
Führt die Teilnahme der Frauen an Massenbewegungen zur mehr Teilhabe in der Gesellschaft? Führt die Massenbewegung für Freiheit auch zur Freiheit der Frau?
Ein Überblick über 100 Jahre Frauenbewegung im Iran unter der Herrschaft von Königen und Imamen: die Geschichte der Frauen in einem Land, indem die "Theorie des Unterschieds" gelebt wird.

Farzaneh Sharifi (Frankfurt) berichtet über die Aktualität der Geschichte im heutigen Iran.

1. 11. 09:
Prostitution und ihre Begleiterscheinungen

"Prostitution und ihre Begleiterscheinungen wie Menschenhandel sind mit dem Wert und der Würde des Menschen unvereinbar." (UN-Konvention von 1949)
In diesem Referat sollen die Positionen von
Terre des femmes zu Prostitution und damit verbundenen Phänomenen vorgestellt und im Anschluß diskutiert werden.

Ingrid Lee (Marburg) ist seit 1996 Mitglied bei TDF, Mitglied in der AG Frauenrechte und Religion, Sprecherin der TDF-Städtegruppe Marburg und seit April 2009 im Vorstand.

4. 10. 09:
"Ich akzeptiere prinzipiell keine Niederlage, um was es sich auch handle"
Alexandra David-Néel (1868 - 1969)

Alexandra David-Néel studierte als eine der ersten Frauen an der Sorbonne Völkerkunde und orientalische Sprachen sowie Philosophie, arbeitete als Sängerin und Theaterleiterin in Indochina und Tunis, später war sie Reiseschriftstellerin. Bekannt wurde sie aber durch ihre Reisen durch Ceylon, Indien, China und das Himalaya-Gebiet. Sie war vermutlich die erste Europäerin, die die verbotene Stadt Lhasa in Tibet betrat. Sie wurde dort als buddhistische Nonne ordiniert und als Lama angesehen.
Wir beschäftigen uns mit einer Frau, die sicher zu den großen Reisenden zu zählen ist. Sie versuchte, östliche Philosophie und Spiritualität zu verbinden mit ihrer Kultur, ihrem Leben und ihrem mitunter schwierigen Charakter.

Ines Brenner (Frankfurt a.M.) ist Germanistin und arbeitet als Dezernatssekretärin.

6. 9. 09:
Chinoiserien - was nicht in meinen Koffer passte:
Begegnungen mit Frauen verschiedener Generationen in der VR China

Bei diesem Vortrag, Gespräch oder auch Erlebnisbericht geht es insbesondere um "Miss Verständnis" und was daraus entstehen kann. Aus welchen Situationen kam es zu Begegnungen und Dialogen, und wie gestalteten sie sich? Wo und wie waren Grenzen spürbar? Welche Wünsche erfüllten sich, welche Fragen ergaben sich und welche der Fragen sind offen geblieben? Gegen spektakuläre Stories werden Geschichten der "kleinen" persönlichen Begegnungen des Alltags in China gesetzt. Ein Hauch von Poesie in den buntgemischten Grautönen des Westlake und der Teeberge in Hangzhou und den starken Tönen und Lichtern eines vermeintlich westlichen Shanghai werden spürbar, aber auch die Wanderungen im Wudangshangebirge, der Wiege des Daoismus werden Teil des Berichtes sein.

Ruth-Maria Friedrich studierte Soziologie in Frankfurt am Main und Ethnosoziologie in Nizza und schloss an beiden Universitäten ihr Studium ab. Sie leitete u.a. sieben Jahre die Kunst- und Kulturwerkstatt ARTHE e.V. Hünstetten. Unterwegs in vielen Länder und verschiedenen Kulturen lebte und arbeitete sie von 2004-2007 in der VR China und war häufig allein unterwegs. Sie lebt und arbeitet z.Zt. in Frankfurt am Main und Nizza.

2. 8. 09:
Geniale Frauen

Was haben Geschirrspülmaschine, Kaffeefilter und Scheibenwischer gemeinsam? Es sind Erfindungen von Frauen.
Deborah Jaffé stellt in ihrem Buch berühmte und vergessene Erfinderinnen vor, die den technischen Fortschritt im 19. Jahrhundert beflügelt haben. Die Autorin räumt auf mit dem Vorurteil, Frauen und Technik seien ein Widerspruch. Susanne Bötte stellt einige "Geniale Frauen" und das gleichnamige Buch von Deborah Jaffé vor und schlägt einen Bogen zu Erfinderinnen heute.

Susanne Bötte ist von Beruf Softwareentwicklerin. Privat engagiert sie sich in unterschiedlichen Frauenzusammenhängen und ist Stellvertretende Vorsitzende von Haukari e.V., einem entwicklungspolitischen Verein, der in Kurdistan/Irak ein Frauenzentrum und weitere soziale Projekte unterstützt.

5. 7. 09:
Late Bloomers (späte Blüte) - eine Initiative für Frauen, die ihre lesbische Identität erst spät im Leben erkennen

Die Welt der Lesben ist vielfältig, und lesbisches Leben hat viele Facetten. Manche Frauen verlieben sich nach vielen Jahrzehnten eines relativ "normalen" Lebens (als Hetera) im Alter von 40, 50 oder 60 zum ersten Mal in eine Frau. Solche Frauen werden seit einige Jahren in englischsprachigen Ländern als "Late Bloomers" bezeichnet. Einige sind einfach erleichtert, endlich zu wissen, wer sie sind. Andere durchleben ein Wechselbad der Gefühle - von Glück und Begeisterung bin hin zu schweren Identitätskrisen. Für die meisten - ob Feministinnen oder nicht - führt die späte Erkenntnis, lesbisch zu sein, über kurz oder lang zu der Entscheidung, ihr Leben vollkommen zu verändern.

Die Late Bloomers Initiative bietet verschiedene Möglichkeiten für Frauen, die Unterstützung, Anregung und Austausch suchen. Sie möchte einen Beitrag zu einer lesbisch-feministischen Kultur leisten, in der die Late Bloomers einen Platz einnehmen.

Yvonne Ford, Gründerin der Initiative und selbst Late Bloomer, lebt seit 30 Jahren in Frankfurt am Main. Sie ist Mutter von drei Töchtern und einem Sohn, und ist freiberuflich tätig als Autorin und Sprachlehrerin für "Medical English" sowie "English for Social Work and Education". Yvonne Ford wird die Aktivitäten der Initiative beschreiben und die Lebenssituationen der Late Bloomers schildern. Fragen und Diskussion sind willkommen.

7. 6. 09:
"Wer Frauen stärkt, verändert die Welt"

"Wer Frauen stärkt, verändert die Welt" lautet das Motto der im Jahr 2000 gegründeten Stiftung maecenia. Sie fördert Projekte von Frauen in Wissenschaft und Kunst, die sich aus der Perspektive von Frauen kritisch mit der Gesellschaft auseinandersetzen.
Die Stifterin Dr. Eva Brinkmann to Broxten weiß aus eigener Erfahrung, wie notwendig es ist, Frauen finanzielle aber auch ideelle Ressourcen für ihre Projekte zur Verfügung zu stellen. Sie wird die Stiftung vorstellen und Einblicke in die beinahe schon zehnjährige Stiftungsarbeit geben.

3. 5. 09:
Der Arbeitskampf der Frauen in Südkorea

Unter den 150 Millionen Beschäftigten in Südkorea arbeiten 8,5 Millionen ohne unbefristeten Arbeitsvertrag, überwiegend Frauen. Diese Frauen kämpfen für sichere Arbeitsplätze und bessere Arbeitsbedingungen.
Repräsentative Beispiele sind hier die Zugbegleiterinnen im Hochgeschwindigkeitszug KTX und auch die Arbeiterinnen der Elektronikfirma Kiryung, deren über 1.100 Tage andauernder Arbeitskampf heute noch gegenwärtig ist.
Ihr Kampf erreicht heutzutage vermehrt öffentliche Aufmerksamkeit. Er schloss sich an die große Volksbewegung in Korea 2008, die "Kerzenlichtdemonstrationen", an. Diese Demonstrationen wurden angestoßen durch die Rindfleischimportpolitik der Regierung und wandten sich dann auch gegen weitere Auswirkungen der neoliberalistischen Regierungspolitik.
Nach der gegenwärtigen Gesetzeslage dürfen Arbeitgeber in Südkorea eine(n) Beschäftigte(n) nach zweijähriger Anstellung entlassen. Der südkoreanische Arbeitsminister hat kürzlich die Absicht geäußert diesen Zeitrahmen von 2 Jahren auf 4 Jahre zu verlängern.

In einer Bestandsaufnahme werden die Hintergründe und Auswirkungen dieses Kampfes für die Frauenbewegung sowie die Arbeiterbewegung dargelegt

Yi, Eunhi lebt in Frankfurt und arbeitet als Übersetzerin.

5. 4. 09:
Der Anteil der Frau an der Menschwerdung des Affen

Wenn wir eine Grafik sehen, auf der die Entwicklung des aufrechten Ganges dargestellt wird, so sehen wir einen Affen, der sich von Bild zu Bild weiter aufrichtet, seine Körperbehaarung verliert, immer grösser wird, bis er sich schliesslich im letzten Bild zum fertigen Mann entwickelt hat. Obwohl sich in der Wissenschaft die darwinsche Evolutionstheorie gegenüber dem biblischen Schöpfungsmythos weitgehend durchgesetzt hat, ist in der traditionellen Wissenschaft nach wie vor und wie in der Bibel der Prototyp des Menschen der Mann. Die Frau ist nur eine absonderliche und minderwertige Abart dieser Spezies, stammt sie doch angeblich aus einer Rippe Adams. Alle grossen Kulturbringer scheinen Männer zu sein, und die Bewunderung männlicher Leistungen geht so weit, dass selbst Gesellschaften, die ihre Lebensgrundlage zu 70% durch Sammeln erwirtschaften, hartnäckig als Jäger- und Sammlergesellschaften bezeichnet werden statt umgekehrt, wie es wohl zutreffender wäre.
Im Gegensatz zu dieser üblichen Vorgehensweise möchte Margot Müller mit den Teilnehmerinnen die meist vernachlässigten schöpferischen Kulturleistungen von Frauen und deren Anteil an der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft erkunden.

Margot Müller hat Ethnologie, Soziologie und Vor- und Frühgeschichte mit dem Schwerpunkt Patriarchatsgenese studiert und versucht in einem interaktiven Workshop fragen zur geschichtlichen und sozialen Herkunft der sogenannten geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung nachzugehen.

1. 3. 09:
Man wird nicht als Frau geboren: über Simone de Beauvoir

Am 9. Januar 2008 wäre Simone de Beauvoir 100 Jahre alt geworden. Berühmt als Philosophin, Schriftstellerin, Intellektuelle und Feministin hat sie bereits 1949 ihr heute noch bekanntestes und revolutionäres Werk Das andere Geschlecht - Sitte und Sexus der Frau vorgelegt. Aber auch die Beschäftigung mit ihren Memoirenbänden (u.a. Memoiren einer Tochter aus gutem Hause), ihren Romanen (u.a. Die Mandarins von Paris), ihren philosophischen Schriften (u.a. Soll man de Sade verbrennen?) sowie ihren in die Tausende gehenden Briefen (u.a. an Sartre) lohnt sich immer noch. Darüber hinaus hat Simone de Beauvoir sich ab Anfang der siebziger Jahre in der Frauenbewegung engagiert, ohne sie wäre die neue Frauenbewegung nicht denkbar. Als überzeugte, zeitweise radikale, Linke hat Simone de Beauvoir (Frauen)Geschichte mitgestaltet und -geschrieben.
Manuela Roth wird in ihrem Vortrag das Leben Simone de Beauvoirs vorstellen und in ihr Werk einführen.

Manuela Roth, M.A., studierte an der Johannes-Gutenberg Universität zu Mainz Mittlere, Neuere und Neueste Geschichte sowie Politik- und Filmwissenschaften.

1. 2. 09:
Weibliche Sexualität im Iran

Maryam Taherifard wird aus ihrem Buch Sittlichkeit und Sinnlichkeit (Helmer-Verlag 2007) lesen und im Anschluß mit den Teilnehmerinnen diskutieren.

In der Studie von Maryam Taherifard erzählen 47 iranische Mädchen und Frauen aus drei Generationen über ihre sexuelle Aufklärung, ihre Menarche, ihre Erfahrungen mit Sexualität, die Ehe und die Erziehung ihrer Töchter. Die Autorin hat 2003 im Iran narrative Interviews mit Frauen aus der Großstadt, aus Kleinstädten und auf dem Land geführt und dabei sowohl Akademikerfamilien wie auch Nomaden kennen gelernt, die ihr mit großer Offenheit ihre Lebensgeschichten erzählt haben. So ist ein zeithistorisches Dokument entstanden, das die Auswirkungen des Islam auf den Frauenalltag reflektiert und den historischen und gesellschaftlichen Wandel in der Einstellung zur Sexualität im 20. Jahrhundert im Iran dokumentiert.

Dr. Maryam Taherifard, Iranerin, erhielt Asyl in Deutschland, studierte zunächst Sozialpädagogik, als Diplompädagogin promovierte sie danach am Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main mit dieser ethnographischen Feldstudie. Sie engagiert sich für eine bessere Sexualaufklärung für Heranwachsende - auch in islamischen Kontexten.

4. 1. 2009:
Die Schriftstellerin Selma Lagerlöf

Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf war eine hochgepriesene Schriftstellerin und schon zu Lebzeiten in Schweden anerkannt. Sie hat durch ihre weiblichen Romanfiguren viel für die Freiheit der Frauen getan. Sie war auch die erste Frau, die Mitglied der Schwedischen Akademie wurde. Sie war ebenfalls die erste Frau, die den Nobelpreis in Literatur bekam.

Madeleine Röbek Zielke, selbständige Kauffrau, ist in Norwegen geboren, in Schweden aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren in Deutschland. Zusammen mit ihrem ältesten Sohn hat sie eine Consultingfirma, die eine der größten Messegesellschaften Schwedens im deutschsprachigen Raum repräsentiert. Von 2004 bis 2006 war sie Präsidentin des ZONTA-Clubs Bad Soden/Kronberg. Sie ist auch Hobbymalerin (ihre nächste Ausstellung wird sie im Frühjahr 2009 in Göteborg haben).

7. 12. 2008:
Wie politisch ist das Private? Warum flog nur eine Tomate?
*diskussion und fragen zum verhältnis von politisch/privat*

Die Politisierung des Privaten war zentraler Bestandteil und Bezugspunkt vieler "Sub-Gruppen" wie bspw. der Frauenbewegung, aus denen sich die so genannte 68er-Bewegung zusammengesetzt hat. Doch nicht die denkwürdige Tatsache, dass die für "68" maßgeblich prägende Frauenbewegung in der aktuellen Debatte so gut wie gar nicht auftaucht, soll Thema dieser Veranstaltung sein. Vielmehr ist der Ausgangspunkt die Frage, was "Das Private ist politisch" heute bedeuten und wie es aktuell gefüllt werden kann.

Aus feministischer Perspektive ließe sich heute auch sagen, dass einige Themen und Forderungen im Mainstream angekommen sind: Gewalt in der Familie, Vergewaltigung in der Ehe, Abtreibung, dafür haben Feminist_innen verbesserte gesetzliche Regelungen erkämpft. Familien- und Reproduktionsarbeiten sind Themen, die politisch und öffentlich verhandelt werden, jüngst etwa die staatliche Förderung von Krippenplätzen. In der Linken sind Geschlechterverhältnisse und Heteronormativität meistens ein Thema.

Allerdings ist es nicht nur eine Frage, ob Forderungen durchgesetzt wurden, sondern ob es die richtigen Forderungen waren, die Eingang in die Institutionen gefunden haben und schließlich auch, wie eine solche Zusammenarbeit mit Institutionen aussehen und legitimiert werden kann.

Wir möchten wir einen (etwas längeren) Input geben, der verschiedene Aspekte zum Thema aufgreift und anhand des Slogans "Das Private ist politisch" den Bogen von der Neuen Frauenbewegung zu aktuellen Umgangweisen mit den aufgeworfenen Fragen nach Privatheit, (Gegen-)Öffentlichkeit, Sexualität und Beziehungsformen schlagen.
Von und mit Teilen der Ladyfest-Vorbereitungsgruppe ffm

7. 12. 08:
Wie politisch ist das Private? Warum flog nur eine Tomate? *diskussion und fragen zum verhältnis von politisch/privat*

Die Politisierung des Privaten war zentraler Bestandteil und Bezugspunkt vieler "Sub-Gruppen" wie bspw. der Frauenbewegung, aus denen sich die so genannte 68er-Bewegung zusammengesetzt hat. Doch nicht die denkwürdige Tatsache, dass die für "68" maßgeblich prägende Frauenbewegung in der aktuellen Debatte so gut wie gar nicht auftaucht, soll Thema dieser Veranstaltung sein. Vielmehr ist der Ausgangspunkt die Frage, was "Das Private ist politisch" heute bedeuten und wie es aktuell gefüllt werden kann.

Aus feministischer Perspektive ließe sich heute auch sagen, dass einige Themen und Forderungen im Mainstream angekommen sind: Gewalt in der Familie, Vergewaltigung in der Ehe, Abtreibung, dafür haben Feminist_innen verbesserte gesetzliche Regelungen erkämpft. Familien- und Reproduktionsarbeiten sind Themen, die politisch und öffentlich verhandelt werden, jüngst etwa die staatliche Förderung von Krippenplätzen. In der Linken sind Geschlechterverhältnisse und Heteronormativität meistens ein Thema. Allerdings ist es nicht nur eine Frage, ob Forderungen durchgesetzt wurden, sondern ob es die richtigen Forderungen waren, die Eingang in die Institutionen gefunden haben und schließlich auch, wie eine solche Zusammenarbeit mit Institutionen aussehen und legitimiert werden kann.

Wir möchten wir einen (etwas längeren) Input geben, der verschiedene Aspekte zum Thema aufgreift und anhand des Slogans "Das Private ist politisch" den Bogen von der Neuen Frauenbewegung zu aktuellen Umgangweisen mit den aufgeworfenen Fragen nach Privatheit, (Gegen-)Öffentlichkeit, Sexualität und Beziehungsformen schlagen.
Von und mit Teilen der Ladyfest-Vorbereitungsgruppe ffm

Virginia Wangare Greiner, geboren in Kenia, ist Geschäftsführerin und Koordinatorin von Maisha e.V. - Selbsthilfegruppe afrikanischer Frauen in Deutschland. Sie arbeitet u.a. als Trainerin für interkulturelle Kompetenz und als Gesundheitsberaterin für AfrikanerInnen. Sie ist Tägerin des Bundesverdienstkreuzes.

2. 11. 08:
Beschneidung von Frauen aus der Sicht einer modernen afrikanischen Frau

In vielen afrikanischen Kulturen ist die Beschneidung von Frauen und Mädchen ein Bestandteil des Lebens.

Obwohl die Beschneidung in Deutschland und vielen afrikanischen Ländern verboten ist, ist diese Tradition noch tief verwurzelt.

Wir wollen am Beispiel Kenias die hierarischen Gesellschaftsstrukturen und die Rolle der Frauen thematisieren und gemeinsam Lösungsvorschläge suchen.

Virginia Wangare Greiner, geboren in Kenia, ist Geschäftsführerin und Koordinatorin von Maisha e.V. - Selbsthilfegruppe afrikanischer Frauen in Deutschland. Sie arbeitet u.a. als Trainerin für interkulturelle Kompetenz und als Gesundheitsberaterin für AfrikanerInnen. Sie ist Tägerin des Bundesverdienstkreuzes.

2. 10. 08:
"Die Entstehung des Patriarchats" nach dem gleichnamigen Buch von Gerda Lerner

Gerda Lerner beschreibt für das Zweistromland die schrittweise Unterordnung der Frauen, ihre Reduktion auf ihre Gebärfunktion und ihre sexuelle Verfügbarkeit. Krieg und die Entstehung monotheistischer Religionen spielen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Patriarchat, das die Grundlage der europäisch-westlichen Gesellschaft bildet.

Brigitte Klaß ist Mitfrau von amnesty for women.

7. 9. 08:
Gender in der Architektur: Diskriminierung ist (k)ein Skandal

"Was, Sie als Frau wollen eine Brücke bauen? Gehen Sie doch lieber Kuchen backen!" Das klingt für uns heute wie aus vergangenen Zeiten; dennoch äußern sich Männer in Bauberufen gegenüber Frauen in Bau- oder technischen Berufen oft noch in dieser Form. - "Gender, was ist das? Ist das ein Name?" fragte jüngst eine angehende Architekturstudentin. In dem Referat wird dem bis heute wirksamen Diskriminerungsinstrumentarium (als mögliche Ursache) nachgegangen und es werden Vorschläge dargestellt, die der Forderung und Förderung von Gender Mainstreaming entsprechen, um langfristig eine Veränderung der Situation von Frauen in Bau- und technischen Berufen herbeizuführen.

Katharina Bornscheuer hat Kunst und Biologie studiert und 25 Jahre als Studienrätin im Gymnasium gearbeitet.

3. 8. 08:
1968 und die Frauen: Versuch einer Aufarbeitung

In Deutschland wurden in der vom revolutionär-aktionistischen SDS angeführten Studentenbewegung aberhunderte von Frauen erstmals politisch aktiv. Und weil sie aktiv wurden, spürten sie ihre Fesseln. Das Ziel der Frauen im SDS war Abschaffung von Ausbeutung und Unterdrückung, die Abschaffung der Herrschaft von Menschen über Menschen. Das bedeutete auch die Befreiung der Frau, nicht nur ihre rechtliche und soziale Gleichstellung im Rahmen des bestehenden Systems von Ausbeutung, Unterdrückung und Konkurrenz.

Die in den 70er Jahren entstandene Frauenbewegung hat zweifellos erfolgreich dazu beigetragen, dass für sehr viele Frauen mehr Gleichstellung erreicht wurde. Wir sehen jedoch gerade heute, wie diese wichtigen, aber noch lange nicht ausreichenden Erfolge durch neoliberale Angriffe wieder zurückgeschraubt werden. Das Ziel einer wirklichen Frauenbefreiung ist nicht näher gerückt, obwohl sich die Voraussetzungen für diesen Kampf objektiv verbessert haben.

Was haben wir damals gedacht, wie dieses Ziel zu erreichen ist - was war - im Licht von 40 Jahren Erfahrung - richtig, was war nicht richtig ? Welche Schlüsse können wir ziehen?

Stefanie Haenisch ist Diplom-Soziologin und während ihres Studiums 1967 in den Frankfurter SDS eingetreten. Seitdem war sie immer in verschiedensten sozialen und politischen Bewegungen aktiv (und auch in ihrem Beruf tätig). Heute ist sie Mitglied von DIE LINKE Frankfurt, Sprecherin in einer Stadtteilgruppe, Mitglied des Ko-Kreises der AG "Frieden und internationale Politik" in der Linken und im Netzwerk marx 21.

6. 7. 08:
Bolivarische Revolution in Venezuela

In den letzten Jahren entwickelte sich Venezuela zu einem Symbol für den Wunsch nach politischen Veränderungen und mehr sozialer Gerechtigkeit in Lateinamerika. Gleichzeitig stellen sich aber auch viele Fragen für die Beobachterin: Wie haben sich tatsächlich die Lebensbedingungen der Menschen und die politische Kultur verändert, seit der große "L¡der" Präsident wurde? Was hat es mit der sozialistischen Einheitspartei auf sich? Und welche Rolle spielen Frauen in diesem stürmischen Wandel, den das Karibikland nun schon seit bald 10 Jahren durchlebt?

Selbstgeführte soziale und kulturelle Projekte, kommunale Räte und partizipativer Haushalt - die venezolanische Bevölkerung hat sich einige Möglichkeiten zur Mitbestimmung geschaffen, die uns hierzulande neu sind und legen dabei enormen Wert darauf, dass die Vielfalt von Träumen einer anderen Gesellschaft nicht reduzierbar ist. Wie sehen die Paritizipationschancen in Venezuela genau aus? Wie werden sie von Regierungsinstitutionen gefördert, aber auch beeinflusst und gehemmt? Wie verteilen sich die Chancen zwischen den gesellschaftlichen Schichten, und wie entwickelte sich die Rolle der Frauen in diesem Beteiligungsprozess? Und wie kann dabei die Vielfalt der Träume, die Freiheit auf eine eigene, persönliche Anschauung gesichert werden?

Von diesen Fragen und noch vielen mehr getrieben, reisten Anna Krämer (Politik- und Romanistikstudentin) und Karolin Weinzierl (junge Politologin) für mehrere Monate nach Venezuela, um dort wissenschaftlich zu forschen und das Leben mitzuleben. Karolin Weinzierl hat ihre Magisterarbeit über die politischen Teilhabechancen in Venezuela geschrieben. Anna Krämer studierte an einer der neu gegründeten venezolanischen Universitäten für v.a. sozial Benachteiligte.

1. 6. 08:
Gefährliche Anmache im Chatroom: Sexismus und Gewalt im Internet

Ein junger Mann hat intime Fotos seiner Geliebten ins Internet gestellt; Jungen schauen gemeinsam Pornos auf ihrem Handy in den Pausen; Mädchen sind verunsichert, wenn sie mit 12 Jahren noch keine sexuellen Erfahrungen haben: Schnelle Internetverbindungen in Kombination mit kostengünstigen Flatrates haben unser Kommunikationsverhalten in den letzten Jahren stark verändert. Die Vielfalt des World Wide Web ermöglicht umfassende Information und weltweite Kommunikation. Gleichzeitig bietet es eine Plattform für Gewaltdarstellungen und andere Dinge, vor denen wir unsere Kinder und auch uns selbst nicht mehr bewahren können. Der unbeschränkte Zugang zu Pornografie verändert den Blick der Männer auf den weiblichen Teil der Bevölkerung.

Als freiberufliche IT-Beraterin und Pädagogin beschäftigt sich Gundula Pause mit den Auswirkungen der neuen Medien auf Jugendliche unter besonderer Beachtung der Gender-Problematik. Sie erfahren, was Jugendliche im Chat erleben und welches Frauenbild in Rap-Songs kultiviert wird. Wie gefährlich ist das Internet, wie können wir uns wehren gegen Sexismus und unsere Kinder schützen? Film- und Musikbeispiele unterstützen den Vortrag.

4. 5. 08:
Folgen der Hartz IV-"Reform" für Frauen

Das Referat wird beleuchten, wie durch die Hartz IV Gesetze die geschlechtsspezifische Aufteilung des Arbeitsmarktes verfestigt wird und sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen besonders von Frauen weiter verschlechtern. Prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen führen zur verstärkter Armut von Frauen. Geschlechterrollen werden durch die 1 Euro-Jobs, in denen Frauen hauptsächlich für Arbeiten in der Kinderbetreuung sowie haushaltsnahen Tätigkeiten eingesetzt werden, zementiert.

Anna Veit, diplomierte Sozialarbeiterin, ist langjährige Mitarbeiterin im Frankfurter Arbeitslosenzentrum (FALZ e.V.). Das FALZ hat sich seit seiner Gründung 1982 von einer Selbsthilfeeinrichtung zu einem unabhängigen Beratungszentrum entwickelt. Die Beratung richtet sich an Erwerbslose, von Erwerbslosigkeit Bedrohte, Überschuldete sowie BezieherInnen von Grundsicherung und Sozialhilfe.

6. 4. 08:
Sind Männer die besseren Menschen?

Seit dem Ende der letzten Eiszeit sind die Männer, vor allem die weißen Männer, auf dem Vormarsch. Sie gelten als der Prototyp des Menschen, und fast immer landen sie auf der gebutterten Seite des Toasts, auch wenn das Stück, das sie bekommen haben, unterschiedlich groß ist. Die globalisierte Welt scheint vor allem nach ihren Regeln zu funktionieren. Margaret Thatcher und Angela Merkel sind die besten Beispiele hierfür, denn beide konnten ihre Machtpositionen nur erlangen und behalten, weil sie sich diesen Regeln untergeordnet und sie für sich benutzt haben. Und scheinbar haben die Frauen den Männern und den patriarchalen Regeln nach wie vor wenig entgegenzusetzen. Das war keineswegs schon immer so. Was hat sich also in den letzten zehntausend Jahren verändert? Oder sind Männer, besonders die der weißen Rasse, einfach die besseren, allen anderen überlegenen Menschen und es ist nur natürlich, daß sie sich immer wieder durchsetzen? Können sie und der männliche Gott, den sie zu ihrem Nutzen und Frommen gschaffen haben, uns eine lebenswerte Zukunft garantieren?

Margot Müller hat Ethnologie, Soziologie und Vor- und Frühgeschichte mit dem Schwerpunkt Patriarchatsgenese studiert und versucht, in einem interaktiven Workshop Fragen zur geschichtlichen und sozialen Herkunft der sogenannten geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung nachzugehen.

2. 3. 08:
Frauen verdienen mehr - ein Motto nicht nur für den Internationalen Frauentag

Frauen verdienen ein selbstbestimmtes Leben, zukunftsträchtige Jobs, eine ausgewogene Balance zwischen Beruf und Privatleben, ein gutes Einkommen - kurz: Frauen verdienen, in Wirtschaft und Gesellschaft gleichberechtigt beteiligt zu werden.
Deshalb setzen sich Frauen in den Gewerkschaften u.a ein für:

  • Lohngerechtigkeit durch das Eintreten für diskriminierungsfreie Tarifverträge,
  • einen gesetzlichen Mindestlohn, denn von Arbeit muss frau leben können,
  • gesellschaftliche Anerkennung der Sorgearbeit, z.B. durch ein Pflegezeitgesetz,
  • kürzere Arbeitszeiten, auch wenn die Zeichen der Zeit anders herum stehen,
  • gute und faire Arbeit, denn Arbeit darf nicht krank machen,
  • für wirksame Gleichstellungsgesetze auch für die Privatwirtschaft, denn ohne klare Vorgaben kommt die Umsetzung der Chancengleichheit in den Betrieben kaum voran.
    Wie es mit der Umsetzung dieser Ziele angesichts schwieriger Bedingungen aussieht ist Gegenstand des Gespräches.

    Elke Möller ist Vorsitzende des Landesfrauenrates von ver.di Hessen.

    3. 2. 08:
    Frauen im Iran

    Unter welchen Bedingungen leben die Frauen im Iran?
    Ein Einblick in die Gesetze und die Situation der Frauen im Iran, wie sie sich wehren und welche Forderungen sie stellen.
    Was sind die Konsequenzen eines US-Angriffs? Auf welcher Seite stehen wir Exiliranerinnen?
    "Antiimperialistische" Kräfte sehen Ahmadinejad als ihren Statthalter, auf der anderen Seite stehen einige iranische "Oppositionelle", die mit Hilfe der Amerikaner Demokratie im Iran herstellen wollen (nach irakischem Modell!).
    Wir wollen aber keinen dieser Wege gehen! Eine Anti-Kriegs-Position muss mit dem Kampf gegen die islamische Regierung verbunden sein! Wie ist dies möglich, und wie ist die Stimmung in der "Linken" in Deutschland?

    Shadi Amin war im Iran politisch aktiv, wurde mehrfach verhaftet und lebt seit 1983 in Deutschland. Sie publiziert über politische Themen und leitet das Online-Magazin Shabakeh, das Informationen von und über Frauen veröffentlicht.

    4. 1. 2008:
    Alexandra Michailowna Kollontai

    * 31. März 1872 in Sankt Petersburg; 9. März 1952 in Moskau
    "Ich hatte immer ein Talent zu 'leben', und ich habe es heute noch. Ich habe viel erreicht, viel gekämpft, viel gearbeitet, aber ich konnte mich auch freuen am Leben, wie immer es aussah," schrieb Alexandra Kollontai 1950.
    Wer war diese Frau, die bekannt wurde als Revolutionärin, Feministin und erste Diplomatin Sowjetrusslands? Von 1923 bis 1946 vertrat sie die Sowjetunion in Norwegen, Mexiko und Schweden. Erste Ministerin, erster "weiblicher Diplomat". In jeder dieser "staatlichen Funktionen" ist sie die erste Frau überhaupt. Sie setzt Zeichen in jeder Beziehung.
    Doch wie passt dieses Leben zu dem Mädchen, das am 19. Februar 1890 an ihre Freundin Elma schreibt: "Liebe Elma! Ich amüsiere mich nicht schlecht. Im Januar wurde ich der Zarin vorgestellt und nahm an zwei Hofbällen teil. (...) Ich saß mit dem Thronfolger an einem Tisch. (...) Ja ich vergaß Dir zu sagen, dass Mama versprochen hat, mir ein Reitpferd zu kaufen."
    Dieses junge Mädchen wächst wohlbehütet in der Familie eines zaristischen Generals auf. Soll natürlich "standesgemäß" verheiratet werde. Und doch kommt alles ganz anders.
    Wie passt das zu der uns "bekannten" Alexandra Kollontai? Wie kam sie mit der revolutionären Bewegung in Berührung?
    Diese Entwicklung nachzuzeichnen, den Versuch zu unternehmen, sich dieser faszinierenden Frau in all ihren Brüchen und Widersprüchen neu zu nähern und dabei den zeithistorischen Hintergrund nicht zu vergessen, in dem sie einen "Skandal" hervorrief, weil sie zum Empfang beim schwedischen König einen Hut trug und damit gegen das Protokoll verstieß, ist das Anliegen dieses Vortrages.

    2. 12. 2007:
    Was ist eigentlich Rassismus?

    Rassismus kann als Vorurteil und Machtausübung definiert werden. Viele Menschen in dieser Gesellschaft sehen sich Vorurteilen ausgesetzt und werden diskriminiert. Obwohl Deutschland durch Integrationsplan und Gleichstellungsgesetz nach Lösungen sucht, sind Strukturen des Rassismus und der Diskriminierung weiterhin vorhanden. In diesem Vortrag soll es im besonderen um die Diskriminierung von afrikanischen Frauen und Mädchen gehen. Schwarze Frauen und Mädchen werden konfrontiert mit

  • Rassismus und Sexismus,
  • der hierarischen Gesellschaftsstruktur,
  • dem "anders Aussehen".

    Virginia Wangare Greiner, geboren in Kenia, arbeitet u.a. als Trainerin für interkulturelle Kompetenz und als Gesundheitsberaterin für AfrikanerInnen. Sie ist Geschäftsführerin und Koordinatorin von Maisha e.V. und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.

    4. 11. 07:
    "Brüste bügeln" in Kamerun

    Das "Brüstebügeln" in Kamerun ist eine Praxis, bei der der Brustwachstum von 20% der jungen Mädchen mit heißen Steinen gestoppt wird, um die Mädchen vor Vergewaltigung, Frühheirat, Schwangerschaft und damit einhergehendem Schulabbruch zu "schützen".

    Jane von Rabenau (14) ist Mitglied einer SchülerInnengruppe von amnesty international, die letztes Jahr für ihren Informationsabend zu Genitalverstümmelung den amnesty international Stand-up-Award gewonnen hat. Sie arbeitet auch für Forward Germany.

    7. 10. 07:
    Der Anfang: Ein Stück erkämpfte Macht - Heute: Gleichstellung und Förderung

    Ohne die Frauenbewegung der 60er und 70er Jahre gäbe es das Frauenreferat der Stadt Frankfurt nicht. 1989 gegründet, setzte das Frauenreferat darauf, Impulse zu geben und (auch lustvoll) zu provozieren, um auf Benachteiligungen von Frauen aufmerksam zu machen. Das Frauenreferat heute ist vor allem Clearingstelle und Dienstleistungspartnerin in allen Frauen- und Gender-Fragen.

    Gabriele Wenner, die Leiterin des Frauenreferates, berichtet über Aufgaben, Strukturen und Schwerpunkte ihrer Arbeit.

    2. 9. 07:
    20 Jahre LiBeraturpreis in Frankfurt

    Im Jahre 1988 wurde zum ersten Mal der LiBeraturpreis an eine Autorin aus den Ländern des Südens verliehen. Dieser Preis ist 1987 aus der Arbeit des Ökumenischen Zentrums Christuskirche in Frankfurt am Main erwachsen. Den Initiatoren fiel auf, dass in der entwicklungspolitischen Diskussion die ökonomische und politische Instabilität der sogenannten Dritten Welt thematisiert, nicht oder zu wenig aber auf den kulturellen Reichtum der Länder des Südens eingegangen wird. Deshalb wurde ein Preis von Leserinnen und Lesern gestiftet, der Literatur aus Lateinamerika, Asien und Afrika dem hiesigen Publikum näher bringen soll. Bücher laden dazu ein, anderen Kulturen zu begegnen und eigene Wahrnehmungen zu überprüfen und verändern. Literatur kann die Vielfalt der Kulturen und den Reichtum unterschiedlicher Erfahrungen und Traditionen auf unterhaltsame Weise erschließen. Bücher können unsere Wahrnehmung verändern, uns von alten Denkmuster befreien. Das große B im Titel des Preises will u.a. auf diese Form von Befreiung aufmerksam machen.

    Der LiBeraturpreis wird ausschließlich an Frauen verliehen, da es Autorinnen aus den "Ländern des Südens" oft noch schwerer als ihre Kollegen haben, wahrgenommen zu werden. Die Jury besteht aus Literatur-Profis, Autorinnen und Autoren, Buchhändler/innen, Übersetzer/innen, Verleger/innen und Literaturwissenschaftler/innen. Die Jury prüft die Titel der Auswahlliste, die von Leserinnen und Lesern zusammengestellt wird, und wählt die LiBeraturpreisträgerin aus.

    Inzwischen haben wir dadurch eine Vielzahl von Büchern gelesen, die uns sonst sicher nicht augfefallen wären. Eine kleine Auswahl der Bücher und Autorinnen möchte ich Ihnen hier vorstellen.

    Gerlinde Kränzlein ist stellvertretende Vorsitzende der Initiative Initiative LiBeraturpreis.

    5. 8. 07:
    Äthiopien - ein Land zwischen Hungersnot und Hochkultur

    Einst eine Hochkultur mit jahrtausendealter Geschichte, gehört Äthiopien heute zu den ärmsten Ländern der Welt, geplagt von Dürren, Hungersnöten und Bürgerkrieg. Die Frauen sind in besonderem Maße von den Problemen des Landes betroffen. In diesem Vortrag sollen nicht Kenntnisse vermittelt werden, die frau sich über zugängliche Informationen holen kann, sondern vielmehr Reiseeindrücke und persönliche Begegnungen geschildert werden.

    Erika Korn, Kontaktfrau der Feministischen Partei DIE FRAUEN im Bodenseekreis und aktive Mitfrau von verschiedenen NGOs, hat durch ehrenamtliche Begleitung von Flüchtlingen Kontakte auch zu Flüchtlingen und MigrantInnen aus Äthiopien bekommen. Auf Einladung von Familienangehörigen hier lebender äthiopischer Freunde reiste sie im April 2004 nach Äthiopien und besuchte außer der Hauptstadt Addis Abeba auch berühmte historische Orte und abgeschiedene ländliche Gegenden, in denen die Menschen noch nie ausländische BesucherInnen gesehen hatten.

    1. 7. 07:
    Gender Mainstreaming im Städtebau

    Städte sollen für Frauen und Männer einen gleichermaßen attraktiven Lebensraum bieten. Gender Mainstreaming heißt für den Städtebau, Geschlechtergerechtigkeit von der Blaupause zur Realität werden zu lassen. Doch ist Gender Mainstreaming eine gelungene Weiterentwicklung feministischer Planungsansätze? Anhand des Bundes-Modellvorhabens "Gender Mainstreaming im Städtebau" des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus wird dieser Frage nachgegangen.

    3. 6. 07:
    Das Sado-Ritual-Syndrom: Mary Dalys Analyse der männlichen Unterdrückungs- und Herrschaftsintrumente

    Ältere Feministinnen beklagen heute, daß viele Ansätze zur Emanzipation von Frauen auf halbem Wege stehen geblieben sind, weil die Frauen glaubten, ihre Ziele bereits erreicht zu haben. Vielfach wird sogar schon von Post-Feminismus gesprochen und behauptet, die Frauen hätten bereits Gleichberechtigung mit Männern erreicht. Damit dies für wahr gehalten werden kann, werden auf allen Ebenen der geistigen und körperlichen Entwicklung von Frauen Beein-flussungsstrategien angewendet, die Frauen im Alltag eine klare Wahrnehmung ihrer Lebensum-stände verwehren und verhindern, daß sie sich mit aller verfügbaren Kraft für ihre Verbesserung einsetzen. Mary Daly faßt diese Strategien unter dem Namen "Sado-Ritual-Syndrom" zusammen. In ihren Büchern "Gyn/Ökologie" und "Reine Lust" beschreibt Mary Daly, mit welchen Mitteln die Dominanz des Mannes über die Frau erzeugt und aufrecht erhalten wird. Damit hat sie uns ein Werkzeug an die Hand gegeben, mit dem wir die Situation von Frauen untersuchen und feststellen können, ob wir es mit wirklicher Freiheit oder nur mit "Alibitum" zu tun haben.

    5. 5. 07:
    Studentinnen auf der Straße

    Der Protest der Studierenden geht weiter, trotz der beschlossenen Einführung von Studiengebühren durch das Hessische Landesparlament. Auswirkungen von Studiengebühren auf weibliche Studierende werden beleuchtet. Die Auswirkungen auf die Gleichstellungspolitik und mittelbare Wirkungen durch ein formal auf Gleichheit beruhendem Gesetz sind Thema des Morgens. Die Weiblichkeit des studentischen Protests, Beachtung von Gender-Aspekten und Ausdrucksformen von Studentinnen im Protest können ein Bild des Selbstverständnisses von Studentinnen entwickeln. Den studentischen Protest inhaltlich und in den Formen vorzustellen, ist Anliegen. Nicht als Vortrag, sondern als Erfahrungsaustausch in einer offenen Diskussion soll der Vormittag gemeinsam gestaltet werden.

    Marion Hackenthal studiert an der Universität Frankfurt Volkswirtschaftslehre und Soziologie. Selbst in der IG Bergbau Chemie Energie aktiv, hat sie sich bereits in der Gremienarbeit mit Frauenpolitischen Fragen beschäftigt.

    2. 4. 07:
    Über die Ursprünge und Folgen der geschlechtlichen Arbeitsteilung

    Obwohl vor mittlerweile über 30 Jahren die damals jungen Frauen der Modernen Frauenbewegung Sturm gegen sogenannte "Geschlechtsrollenzwänge" liefen und versuchten, die Männerdomänen in Beruf und Gesellschaft für Frauen zu erobern, und dabei - häufig unter grossen persönlichen Opfer - auch einiges erreicht haben, ergreifen heute nach wie vor die Mehrzahl der Mädchen "weibliche" Berufe, betreiben "weibliche" Hobbys oder Sportarten und bemühen sich, möglichst feminin auszusehen und sich entsprechend zu verhalten. Liegt das daran, dass die Anstrengungen die Moderne Frauenbewegung eine widernatürliche Verirrung waren und sind oder verteidigen die Männer ihre "Erbhöfe" nur sehr geschickt und verbissen?

    Margot Müller hat Ethnologie, Soziologie und Vor- und Frühgeschichte mit dem Schwerpunkt Patriarchatsgenese studiert und geht in einem interaktiven Workshop Fragen zur geschichtlichen und sozialen Herkunft der sogenannten geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung nach.

    4. 3. 07:
    Globalisierung, Krieg und die Lage der Frauen in Zeiten des Empire

    Der Vortrag wird folgende Fragen und Thesen diskutieren:
    Wer ist berechtigt, die Regeln der Wirtschafts- und Sozialordnung aufzustellen, die weltumspannend gilt? Ein exklusiver Club der Reichen und Superreichen? Oder diejenigen, die die Millionen von Ausgeschlossenen repräsentieren?
    "Das Empire ist eine neue Form der Souveränität, das Netzwerk vieler Mächtiger, global und dezentral, WTO, IWF, Weltbank, NATO und US-Kriegskräfte, die Bankenkonsortien, die Wall Street, die global agierenden Konzerne. Das Empire unterwirft alles und jeden." (Toni Negri und Michael Hardt: Empire, London 2000)
    Die unsichtbare Hand des Marktes braucht die sichtbare Faust der amerikanischen Streitkräfte.
    Welches sind heute die Rollen von Frauen im Krieg? Frauen sind Opfer, Täterinnen und Reparaturarbeiterinnen des Krieges.
    Was können wir tun? Frauen haben eine lange Tradition des Widerstandes. Von Lysistrata, die mit ihren Freundinnen entschied, den Männern solange jede Sexualität zu verweigern, bis der Krieg zwischen Sparta und Athen endete, bis hin zu den Frauen von Greenham Common, die in den achtziger Jahren 10 Jahre lang die Atomraketenbasis belagerten, gibt es jede nur erdenkliche Form des Widerstandes gegen Krieg, Gewalt und Globalisierung, die Arbeit für Frieden und Gerechtigkeit, an denen Frauen beteiligt waren und sind.

    Ellen Diederich ist Friedensarbeiterin, Diplompädagogin und Publizistin.

    4. 2. 07:
    Weibliche Würde und weibliche Ehre in patriarchalen und demokratischen Gesellschaften

    Der Vortrag wird die folgenden Themen behandeln:
    Ehre und Würde als Grundbedürfnis sozialer Lebewesen; Verschränkung von Ehre und Würde seit der Bronzezeit; Motive für die Entwürdigung des Weiblichen: drei Hypothesen; Ehre und Würde von Frauen heute.

    Marie-Luise Schwarz-Schilling leitete von 1958 bis 1992 die Accumulatorenfabrik Sonnenschein. Seit 1993 ist sie freiberuflich tätig.
    Bücher: Kaufmann und Schamane (Herford 1984); Die Ehe - Seitensprung der Geschichte (Frankfurt 2004).

    7. 1. 2007:
    Christa Wolf

    Christa Wolf gilt als eine der bedeutendsten zeitgenössischen deutschen Schriftstellerinnen. Vor der Wende war sie die sicherlich im Westen bekannteste DDR-Schriftstellerin.
    In der Darstellung ihres Lebens und ihres Werks wollen wir uns einer Frau annähern, die versuchte, ihr schriftstellerische Arbeit, ihr politisches Engagement und ihr Leben in der Familie nicht als getrennt zu begreifen, sondern in Einklang zu bringen. Ihre eher leise Art des Erzählens schöpft wesentlich aus dem Erlebten.
    Christa Wolf provoziert bis heute gleichermaßen Ehrungen wie heftige Kontroversen und Angriffe von allen Seiten.
    Über Christa Wolf zu sprechen, heißt über Widersprüche in einem Leben zu sprechen, aber auch über Kontinuität und das Festhalten an der Hoffnung auf eine gerechtere Gesellschaft.

    Ines Brenner ist Germanistin und arbeitet als Dezernatssekretärin.

    3. 12. 2006:
    Die neue Rolle der Frau in Venezuela

    In diesem Vortrag wird diskutiert, wie der aktuelle politische Prozess zu einem neuen Selbstbewußtsein der Frauen in Venezuela geführt hat. Die Basisarbeit wird zum allergrößten Teil von den Frauen getragen, die in Selbstorganisation ihre Projekte führen. Mit Unterstützung der Regierung ist die "Banco de la Mujer" entstanden, eine Bank von Frauen für Frauen, die Frauenprojekte und -kooperativen unterstützt. Das Nationale Fraueninstitut "INAMUJER" beschäftigt sich mit Frauenthemen wie häusliche Gewalt, ungleiche Behandlung, etc. und hat spezielle Hotlines eingerichtet, die Frauen helfen sich aber auch untereinandern. Es gibt immer mehr Frauen in Führungspositionen (Ministerinnen, etc.) und der Anteil der Frauen am politischen Leben (vor allem auf Basisebene) wird mehr und mehr anerkannt.

    Barbara Köhler und Xiomara Tortoza organisieren Frauenreisen nach Venezuela. Xiomara Tortoza hat mehr als 20 Jahre als Basisaktivistin (Ausbildung und Aufbau von Organisationsstrukturen) in den Barrios von Caracas, aber auch in anderen Landesteilen gearbeitet. Sie ist Beraterin und Expertin für Methodologie in der Gemeindeorganisation. Auch in ihrer neuen Heimat Hamburg engagiert sie sich in Veranstaltungen und Projekten, die den bolivarischen Prozess in Venezuela unterstützen. Sie ist Gründerin der lateinamerikanischen Frauengruppe "Abriendo Espacios" und der Venezuela-Solidaritätsgruppe "Salón Protagónico".

    5. 11. 06:
    Menschenhandel in Brasilien

    Auch Brasilien ist für Europäer im Focus des Sextourismus. Viele brasilianische Frauen kommen nach Europa, um hier als Prostituierte zu arbeiten. Innerhalb Brasiliens ist der Menschenhandel sehr problematisch. Im Jahr 2002 hat das Projekt PESTRAF (Pesquisa sobre Tráfico de Mulheres, Crianças e Adolescentes para Fins de Exploraçao Sexual Comercial - Erhebung über die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Frauen, Kinder und Jugendlichen), koordiniert von Prof. Lucia Leal, wichtige Handelswege innerhalb Brasiliens aufgezeigt. Es konnten auch die Arbeitsweise der internationalen Menschenhandel-Netzwerke in Brasilien sowie die Profile der Opfer und der Anwerber herausgearbeitet werden.

    Sonia de Arêa Leao-Sitals ist Vorsitzende von Imbradiva e.V. (iniciativa de mulheres brasileiras - Brasilianische Frauen-Initiative).

    1. 10. 06:
    Gentechnik: Erschaffung verbesserter Menschen oder Kontrolle von Wissenschaft und Politik über Geburt und Leben?

    Feministische Überlegungen zu den Heilsversprechen von Gentechnik und Repro-Medizin

    Brigitte Klaß ist Mitfrau von amnesty for women.

    3. 9. 06:
    Unterschiede in der Emanzipation in Schweden und Deutschland

    Das Referat beleuchtet die Entwicklung der Frauenemanzipation in Deutschland und Schweden, beginnend bei Gemeinsamkeiten und Gegensätzen im letzten Jahrhundert. Schwerpunkte sind der Kampf um das Frauenwahlrecht am Anfang des 20. Jh. (August Bebel, Clara Zetkin, Frederika Bremer, Alva Myrdal), die Nazizeit und die Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Abschließend soll erörtert werden, was die Frauen in Deutschland und Schweden erreicht haben.

    Madeleine Röbek Zielke ist in Norwegen geboren, in Schweden aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren in Deutschland. Sie hat eine Consultingfirma, die eine der größten Messegesellschaften Schwedens im deutschsprachigen Raum repräsentiert. In den letzten zwei Jahren hat sie das Amt der Präsidentin des Zonta-Clubs Bad Soden/ Kronberg ausgeübt. Frau Zielke hat zwei erwachsene Söhne. Ihre Interessen sind Psychologie und Malerei.

    6. 8. 06:
    Frauen in Kuba: Die Globalisierung bringt die Familienordnung in die Krise

    Im Vergleich zu anderen Entwicklungsländern haben Frauen in Kuba einen besseren Lebensstandard. Bildung und Gesundheitsvorsorge sind kostenlos. Es gibt eine staatlich garantierte Grundversorgung mit Lebensmittelkarten. Der Wille, der US-Blockade zu trotzen, ist ungebrochen. Darauf gründet sich der Mythos Sozialismus. Trotzdem kommt Kuba nach dem Zerfall der Sowjetunion nicht aus der Wirtschaftskrise heraus. Die eingeschlagenen Maßnahmen wie das doppelte Währungssystem lassen Tauschhandel, Schattenwirtschaft und sogar Prostitution erblühen. Die Frauen werden zu Überlebenskünstlerinnen im Alltag. Stück für Stück erleben sie, wie die Frauenrechte als Errungenschaften der Revolution durchlöchert werden. Und am Ende stellt sich die Frage, wurde die bürgerliche Familienordnung in Kuba überhaupt angetastet? Wir sind überzeugt, auch die Frauen in Kuba werden den Kampf gegen die Folgen der Globalisierung zu ihrer Sache machen.

    Marianne Müller ist Mitfrau der MLPD.

    2. 7. 06:
    Die muslimische Frau im Fokus der westlichen Kritik - zu Recht oder zu Unrecht?

    Die Presse ist voll von Meldungen über junge Mädchen, die unter Zwang verheiratet werden und Kopftücher tragen müssen oder von ihren Brüdern getötet werden, da sie deren mittelalterliche Ehrbegriffe verletzt haben. Angeblich ist der Qur'an nicht mit dem Grundgesetz kompatibel, deshalb dürfen muslimische Lehrerinnen, die in der Schule ein Kopftuch tragen wollen, auch nicht an staatlichen Schulen arbeiten. Stimmt unsere westliche Sichtweise, oder ist alles nur Hysterie?
    Im "Stern" vom 13. 12. 2005 schreibt das Magazin über deutsche Islam-Konvertitinnen: Mehr als 60% der Konvertiten seien weiblich. "Das sind hauptsächlich ledige, gut ausgebildete Frauen mit Hochschulabschluss." Sind diese Frauen masochistische Spinnerinnen? Unbelehrbare Idealistinnen? Was ist am Islam so anziehend? Wie viel Freiheit hat eine Muslima tatsächlich? Der Vortrag wird versuchen, auf diese und andere Fragen kompetente Antworten zu geben.

    Rabia Yalniz, vor 30 Jahren zum Islam konvertiert, ist Erzieherin und Mitglied der Ahmadiyya Muslim Gemeinde.

    7. 5. 06:
    Auf der Suche nach dem nicht geschlechtsspezifischen Verhalten - über die Auswirkungen alter Abwehrmechanismen und neuer Verhaltensstrategien im Berufsalltag von Frauen

    Berufstätige Frauen erleben häufig Episoden, die ihnen wegen des unbehaglichen Gefühls in Erinnerung bleiben, dass sie sich angemessener hätten verhalten können. Aber auch ihre nachträglichen Einfälle befriedigen sie nicht wirklich. Thema des Vortrages ist es, solche Situationen zu analysieren und alternative Verhaltensweisen zu entwickeln.

    Dr. Dorothea Geissler ist Diplom-Psychologin, Frauenforscherin, Beraterin bei Wildwasser Ffm e.V. und ehrenamtlich tätig für amnesty for women e.V. In ihrer Beratungspraxis Berufliche Beratung und Entwicklung bietet sie u.a. angeleitete Erfolgsteams für Frauen an. Veröffentlichung u.a.: Zwischen Anpassung und Konfrontation - Hochqualifizierte Frauen im Umgang mit Machtverhältnissen in Beruf und Gesellschaft.

    2. 4. 06:
    "Brautgeld"

    Ist das Brautgeld ein Geschäft mit Frauen? Ein Honorar für sexuelle Dienste und Produktion von Kindern? Oder ein wichtiger Machtfaktor der Frau in der Ehe? Nach einem kurzen historischen Überblick wird die Referentin über die aktuelle Praxis im Iran berichten.

    5. 3. 06:
    "Frau sein heißt politisch sein". Wege der Politik von Frauen in der Nachkriegszeit am Beispiel Frankfurt am Main (1945-1956)

    In der Rückschau auf die Nachkriegszeit hält sich hartnäckig und unhinterfragt das Vorurteil von der politischen Indifferenz von Frauen nach 1945: Während das Stereotyp der Trümmerfrau hinlänglich bekannt ist, werden Frauen dagegen nicht als politische Akteurinnen des Wieder- bzw. Neuaufbauprozesses wahrgenommen. In diesem Vortrag werden deshalb am repräsentativen Beispiel der Stadt Frankfurt am Main die verwischten Spuren weiblichen politischen Handelns nachgezeichnet, in denen Frauen sich nicht nur für Frieden und Demokratie, für den allgemeinen Wiederaufbau und die Linderung der Alltagsnot einsetzten, sondern ganz explizit auch für Frauenrechte kämpften. Dabei wird sowohl das Engagement von Frauen in Stadtverordnetenversammlung und Magistrat als auch in der Nachkriegsfrauenbewegung oder einer - damals heftig diskutierten - reinen Frauenpartei einbezogen.

    Dr. Elke Schüller, Sozialwissenschaftlerin und Autorin, ist Trägerin des Elisabeth-Selbert-Sonderpreises "60 Jahre Hessen" des Jahres 2005 und arbeitet z.Zt. als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel.

    5. 2. 2006:
    "Die Entstehung des feministischen Bewußtseins" (nach dem gleichnamigen Buch von Gerda Lerner)

    Seit Jahrhunderten schreiben Frauen in Europa eigenständige Gedanken nieder, protestieren gegen ihre Marginalisierung, fordern einen Platz für sich in der Welt. Da sie nichts voneinander wissen, sind sie auf sich allein gestellt und legitimieren ihre Ansprüche mit Gott, der Vernunft oder dem Wohl der Nation. Erst der bessere Kontakt ermöglicht die Formulierung eines feministischen Bewußtseins, das in der 1. Frauenbewegung seinen praktischen Ausdruck findet.

    Brigitte Klaß ist Mitfrau von amnesty for women.

    4. 12. 2005:
    Marie Luise Kaschnitz (1901-1974)

    Wir sprechen über eine Schriftstellerin, die einen wesentlichen Teil ihres Lebens in Frankfurt verbracht hat. Anhand von Texten und ihrer Biographie soll eine Autorin gezeigt werden, die nie in eine Schublade paßte, die präzise ihre Zeit, Beziehungen, Landschaften und nicht zuletzt Frankfurt beschrieb. Die Referentin möchte auf eine Lyrikerin neugierig machen, die weit davon entfernt war, sich in Weltfremdheit zurückzuziehen, sondern bis ins Alter wach, interessiert und unsentimental mitfühlend blieb.

    Ines Brenner ist Germanistin und arbeitet als Dezernatssekretärin.

    6. 11. 05:
    Die Geschichte der "Trostfrauen" des japanischen Militärs während des 2. Weltkriegs im pazifischen Raum

    Im Jahr 1937 begann Japan mit dem Nanking-Massaker offiziell den Expansionskrieg in Asien. Japan wollte ganz Asien unter japanischer Herrschaft zur sogennanten "großasiatischen Wohstandssphäre", einem gemeinsamen Wirtschaftsraum, vereinigen. Der asiatische Kriegsschauplatz umfaßte den Süden und den Osten Chinas und ganz Südostasien mit dem pazifischen Meer. An allen diesen Kriegsfronten richtete das jap. kaiserliche Militär sogenannte "Troststationen" ein, in denen die Soldaten sexuellen Trost finden sollten. Sie nannten dies eine kaiserliche Gabe für die Armee, die Frauen nannten sie "Trostfrauen". Man schätzt die Zahl der "Trostfrauen" auf 100.000 bis 150.000. 85% davon Koreanerinnen. Die Frauen, in der Regel 15 Jahre, manche aber auch erst 12 Jahre alt, wurden mit Versprechungen verlockt, zwangsverschleppt, oder entführt. Die UNO-Sonderberichterstatterin Gay McDougall definiert das japanische System der Zwangsprostitution als sexuelle Sklaverei, die sog. "Troststationen" bezeichnet sie als Vergewaltigungscamps. Merkwürdig finden wir heute, daß dieses Verbrechen Japans nicht von den Alliierten vor Gericht gestellt wurde. Es gab sogar Angehörige der Armee der Alliierten, die selbst die gefangengehaltenen Trostfrauen sexuell mißbrauchten. Anfang der 90er Jahre schlossen sich 36 koreanische Frauenorganisationen zusammen und fordern seither zusammen mit den ehemaligen "Trostfrauen" von der japanischen Regierung die Rehabilitierung der Frauen.

    Hyun, Kyung-Ae ist Mitglied des "Koreanischen Frauennetzwerks in Deutschland".

    2. 10. 05:
    Die Berliner Salons, ihre Entstehung und ihre Blütezeit

    Wir beschäftigen uns mit einer aufregenden Zeit der deutschen und der jüdischen Kulturgeschichte. In diesem Vortrag begegnen wir den preußischen Königen und Kurfürsten, sowie aufregenden jüdischen Frauen, die durch ihre Intelligenz, ihre Bildung und ihren Charme Intellektuelle und Künstler, Adlige und Kaufleute in ihren Bann zogen. Wir erleben das Berlin des 18. Jahrhunderts, die Träume von Emanzipation. Arme Landjunker und reiche Jüdinnen trafen sich in den Salons. Die so genannte "Rahelzeit" war die Blütezeit der Berliner Salons. Wir hören von Henriette Herz, die den ersten Salon gründete, vom skandalträchtigen Leben der Dorothea Schlegel, von den Schwestern Marianne und Sarah Meyer, und natürlich über Rachel Varnhagen, die eine Mitbegründerin des Goethekults der damaligen Zeit war. Schleiermacher, Schlegel, die Gebrüder Humboldt. Jean Paul, Ludwig Börne und viele andere waren Gäste in den Berliner Salons. Ein interessanter Ausflug in die Geschichte und Literatur einer vergangenen Zeit, in dem auch der damalige Lebensstil, Klatsch und Tratsch nicht zu kurz kommen, und so die Vergangenheit wieder auf leben lassen.

    Esther Ellrodt-Freiman ist Mitfrau von WIZO (Women's International Zionist Organisation).

    4. 9. 05:
    Geschlechtergerechte Schule

    "...ich habe nur einen Sohn, und das ist meine Tochter!..." Derartige Äußerungen offenbaren die Verwirrungen, die die unbedarften Vermischungen von Sex und Gender hervorbringen. Schwerpunkt der Arbeit von frauen schule ist der Abbau von Geschlechtsrollenklischees, d.h. Verhinderung des Doing Gender. Geschlechtergerechte Schule soll nicht "typische Mädchen" und "typische Jungen" erziehen, sondern den Blick freigeben auf jedes individuelle Kind mit seinen jeweiligen Interessen und Begabungen. Geschlechtergerechtigkeit erfasst alle Ebenen des Schullebens: Unterrichtsform, Sprache, Stellenbesetzung, Raumgestaltung und und und. An ausgewählten Beispielen - Hochbegabung, Computerunterricht, Kommunikation - soll die Relevanz der Gendersensibilität für pädagogische Professionalität erläutert werden, damit der geheime Lehrplan nicht weiterhin die überlieferte Geschlechterhierarchie fortpflanzen kann.

    Bärbel M. Peschl ist Vorsitzende von Frauen und Schule Hessen e.V..

    7. 8. 05:
    Global sisterhood - romantische Schwesternschaft?
    30 Jahre internationale Frauensolidarität

    Im Jahre 1975 fand die 1. UN-Weltfrauenkonferenz in Mexiko City statt. Dort kamen zum ersten Mal Frauen aus Ost und West, Nord und Süd auf globaler Ebene zusammen, um sich gegenseitig kennenzulernen, die jeweilige Situation der anderen Frauen zu erfahren und eine internationale Frauenpolitik zu formulieren. Dort wurde die globale Schwesternschaft festgestellt und die internationale Frauensolidarität heraufbeschworen. Dabei waren die Frauen der sogenannten "Dritten Welt" der letzte Beweis für die Universalität des Patriarchats und der weltweiten Unterdrückung von Frauen. Erst Ende der 80er Jahre begann im Zuge der Debatten um Differenzen unter Frauen die Dekonstruktion der Kategorie "Frau", und es wuchs die Kritik an Konstruktionsprozessen der Homogenisierung und Universalisierung. In den letzten 10 Jahren haben feministische Theoretikerinnen aus dem Süden für neue Konzeptualisierungen plädiert, die kontextabhängige und differenzierte Analysen ermöglichen. Internationale Frauensolidarität hat inzwischen neue Facetten erhalten. Welche Debatten in den letzten 30 Jahren stattgefunden haben und welche Perspektiven sie für eine wirklich globale Schwesternschaft anbieten, davon handelt der Vortrag von Vathsala Aithal.

    Dr. Vathsala Aithal, in Indien geboren, lebt als freie Wissenschaftlerin und Publizistin.in Frankfurt am Main. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Frauen- und Geschlechterforschung, Nord-Süd, Feministische Theorien zur Globalisierung. Sie ist seit 15 Jahren in der internationalen Frauenbewegung aktiv und hat mehrere Frauenorganisationen mitgegründet. Sie war Mitglied der deutschen NRO-Delegation bei der 4. UN-Weltfrauenkonferenz in Beijing. Sie ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat attac Deutschland. Neueste Veröffentlichung: Von den Subalternen lernen. Frauen in Indien im Kampf um Wasser und soziale Transformation (Ulrike Helmer Verlag, Königstein/Ts, 2004).

    3. 7. 05:
    Die Präsenz der Vergangenheit

    Das Referat diskutiert die Traumatisierung der Menschen durch den Zweiten Weltkrieg und die Weitergabe des Traumas an die nächste Generation sowie die besonderen Traumata von Frauen während des Krieges. Ausgeführt und durch Bespiele aus der therapeutischen Praxis belegt, wird aufgezeigt, welche Auswirkungen das Trauma auf die Betroffenen hat und wie die schrecklichen Ereignisse, die die Eltern erlebt haben, die Kindergeneration, also die zweite, die den Krieg nicht mehr erlebt hat auch noch traumatisiert. Gemeint ist, wie die Realitätswahrnehmung und das Lebensgefühl in dieser Generation noch durch die Erlebnisse der Eltern mitbestimmt werden.

    Rodika Mandel, Studienrätin a.D., ist seit ca. 5 Jahren als systemische Einzel- und Familientherapeutin zu erst in Berlin und jetzt in Frankfurt/Main tätig.

    5. 6. 05:
    Der Deutsche Damen Automobil Club e.V.

    Der Deutsche Damen Automobil Club (gegründet 1926) ist der einzige deutsche Automobilclub, der ausschließlich weibliche Mitglieder (heute 350) hat. Der Club war und ist ein Club für Frauen, die im Automobilsport die Technik mit gesellschaftlichem Flair und Leistung mit Spaß verbinden wollen. Nicht der Fuß auf dem Gaspedal, sondern das gute Auge beim Kartenlesen und das Orientierungsvermögen in der Natur sowie das Geschick der Streckenfindung sind entscheidend. Alljährlicher sportlicher Höhepunkt ist die Touristische Deutsche Orientierungsfahrt. Tradition verpflichtet, deshalb sind Automobilsport, Kultur und Gemeinschaft die Motoren des DDAC.

    Dr. Sylvia Thießen-Lüders ist seit 2001 Präsidentin des DDAC.

    3. 4. 05:
    Gesellschaften in Balance

    Matriarchate sind Gesellschaften, die den Grundsatz von komplementärer Egalität verwirklicht haben! Das bedeutet Gleichwertigkeit bei natürlichen Unterschieden von Frauen und Männern sowie Alten und Jungen.

    Gezeigt wird der Film: "Gesellschaften in Balance" von Uschi Madeisky und Gudrun Frank-Wissmann, der während des Weltkongresses für Matriarchatsforschung in Luxemburg 2003 entstand. Der Film bietet Begegnungen mit den großen ForscherInnen und TheoretikeInnen der "Modernen Matriarchatsforschung" wie Heide Göttner-Abendroth, Carola Meier-Seethaler, Christa Mulack, Veronika Bennholdt-Thompsen, Claudia von Werlhof, Joan Marler, Kurt Derungs, Lamu Gatusa (Moso). Der Film ist höchst anregend. Die Existenz dieser egalitären Gesellschaften von einst und heute zeigt, dass die patriarchale Gesellschaftsform keineswegs sein muß.
    Die Filmemacherinnen sind anwesend.

    6. 3. 05:
    Clara Zetkin (1857 - 1933)

    Initiatorin des Internationalen Frauentags, Herausgeberin der "Gleichheit", für die einen "die gefährlichste Hexe des Deutschen Reichs" (Wilhelm II) für die anderen "die Frau der neuen Zeit..., die Frau, die dem Mann gleich ist." (Louis Aragon in "Die Glocken von Basel")

    Eine Annäherung an die private und politische Clara Zetkin, die eine erstaunlich vielseitige Persönlichkeit war, Pädagogin, Literatur- und Kunsthistorikerin, Schriftstellerin, Journalistin und leidenschaftliche Rednerin.

    6. 2. 2005:
    Für ein Recht auf unversehrtes Leben...

    ...kämpft FORWARD Germany e. V., eine Organisation sachkundiger und engagierter Frauen und Männer afrikanischer und deutscher Herkunft, seit ihrer Gründung 1998 in Frankfurt am Main. Zweck des Vereins ist die Aufklärung über und die Bekämpfung von weiblicher genitaler Beschneidung in Deutschland und Afrika.

    Unser Kampf gegen die kulturell und traditionell tief verwurzelten Praktiken zeichnet sich durch sensible Öffentlichkeitsarbeit und intensive Basisarbeit aus. Dazu gehören:

  • die Entwicklung von Netzwerken auf organisatorischen und individuellen Ebenen sowie interkulturelle Verständigung angesichts weiblicher genitaler Beschneidung,
  • die Initiierung und Unterstützung von Projekten,
  • der Aufbau adäquater Institutionen für medizinische und psychosoziale Betreuung und die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen.

    5. 12. 2004:
    Augen auf beim Kleiderkauf: Die Clean-Clothes-Kampagne

    Schick, billig, pflegeleicht - wer freut sich nicht über ein Schnäppchen im Kleidergeschäft? Doch die Kampagne für sozial "saubere" Kleidung hat dort, wo unsere Kleidung hergestellt wird, massive Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen festgestellt. Textilarbeiterinnen auf der ganzen Welt werden ausgebeutet, damit einige wenige viel Profit machen - und wir billig einkaufen können.

    Ulrike Kress, Bildungsreferentin des Stadtverbandes der Ev. Frauenhilfe Frankfurt wird uns über die Zusammenhänge, Hintergründe, Lösungsansätze und den neuesten Stand der Kampagne informieren.

    7. 11. 04:
    Das Traumazentrum: Beratung für Opfer und ZeugInnen

    Das Trauma- und Opferzentrum wurde im September 2001 auf der Zeil eröffnet. Es entstand in der Tradition der Hessischen Opferhilfen und ist die jüngste von insgesamt fünf in Hessen ansässigen Beratungseinrichtungen für Opfer/ZeugInnen von Straftaten.

    Etwa 40% der Ratsuchenden sind von Beziehungs- und Sexualstraftaten betroffene Frauen. Unterstützt werden sie auf verschiedene Weise: durch psychologische "Erste Hilfe", aber auch durch Informationsvermittlung, Nutzen unserer Kontakte zu dem weit verzweigten Hilfenetzwerk in Frankfurt und Umgebung, oder Begleitung zu Gerichtsverhandlungen, in denen sie als Zeuginnen aussagen müssen. Vor allem aber geht es darum, die Ratsuchenden ernst zu nehmen und ihre Reaktionen (Panik, Depressionen, Rückzug etc.) als normale Reaktionen auf "ver-rückte" Erlebnisse zu begreifen.

    3. 10. 04:
    FeMale. Über Grenzverläufe zwischen den Geschlechtern

    PD Dr. Susanne Schröter, Ethnologin und Filmemacherin, Studium in Mainz, nach dem Magister (1986) mehrere Jahre als Wissenschaftlerin im Frauenmuseum Wiesbaden und im Verein für staatsbürgerliche Frauenbildung tätig, Promotion 1994, Habilitation 1999 in Frankfurt. Seitdem als Gast- und Vertretungsprofessorin an den Universitäten Mainz, Frankfurt und Yale tätig. 2000 Research Fellow an der University of Chicago, 2004 Gastprofessorin im Graduiertenkolleg "Geschlecht und Differenz" in Trier. Seit 1994 Feldforschungen in Indonesien.
    Interessensschwerpunkte: Geschlechterbeziehungen im Kulturvergleich, subversive Identitäten, Religion, Globalisierung.

    5. 9. 04:
    Kompetenzen erweitern - Netz knüpfen: berufliche Netzwerke von Frauen

    Seit Mitte der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts sprießen sie wie Pilze aus dem Boden - berufliche Netzwerke von und für Frauen. Bei allem unterschiedlichen Profil haben sie ein Ziel gemeinsam: die berufliche Situation von Frauen in Gesellschaft und Arbeitswelt zu verbessern sowie die Entwicklung von Kompetenzen der Netzwerkfrauen durch den Austausch von Informationen und Erfahrungen, Know-How und Kontakten zu unterstützen.
    In ihrer Untersuchung überprüft Dr.
    Antje Goy, ob berufliche Frauennetzwerke das erbringen, was sie sich zum Ziel gesetzt haben: Wie sehen die Kontakte und Beziehungen aus, durch die sich diese Netzwerke strukturieren und funktionieren? Gelingt es Frauen in diesen Netzwerkformen, eine nachhaltige berufliche Förderung zu erzeugen? Welche Kooperationen und Projekte sind denkbar, die die beruflichen Interessen von Frauen auch in der Zukunft in Gesellschaft und Arbeitswelt unterstützen?

    1. 8. 04:
    Palästinenserinnen und Jüdinnen für den Frieden

    Ruth Asfour ist seit vielen Jahren in der Friedensarbeit Israel-Palästina, außerdem allgemein in der Friedensarbeit zu Nahost aktiv. Für den Israel-Palästina-Kreis Frankfurt organisiert sie Mahnwachen und Lesungen und unterstützt ein Stickerinnen-Projekt palästinensicher Frauen aus Jerusalem.

    Ruth Asfour ist Übersetzerin (Englisch, Französisch, Italienisch) und hat 5 Söhne und 7 Enkelinnen.

    4. 7. 04:
    Ein Wesen, das von dem Weibe nichts hat als die Hüften: Ulrike von Kleist

    Ulrike von Kleist (1774 - 1849), die Schwester des Dichters Heinrich von Kleist, findet wie andere Schwestern berühmter Männer Erwähnung nur in Briefstellen, Abhandlungen, Glossen. Der Vortrag stellt den Versuch dar, über die äußerst verstreuten Äußerungen von Kleist selbst, seinen Zeitgenossen und Biographen das Leben und Denken einer Frau zu rekonstruieren, die ihrem Bruder und ihrer Zeit als vermännlicht, als Zwitterwesen oder als altjüngferlich galt - bestenfalls als aufopfernde Helferin. Gibt es eine Ulrike von Kleist über ihre Rolle als Schwester hinaus?

    Ines Brenner ist Germanistin und arbeitet als Dezernatssekretärin und Bibliothekarin.

    6. 6. 04:
    Legal, aber nicht legitim - Zum Zusammenhang zwischen EU-Verfassung und Welthandelsorganisation

    Obwohl in letzter Zeit in den Medien ausführlicher über die EU-Verfassung berichtet wird, fühlen sich viele Menschen und gerade Frauen beim Thema "Europa" nicht angesprochen. Dabei werden bereits jetzt mehr als 80 % nationaler Rechtssetzungen durch Brüssel beeinflusst oder gar "initiiert". Nun kommt noch eine Verfassung hinzu, die in vielerlei Punkten mehr als fragwürdig ist. Vielmehr kann sie als ein Manifest der menschenverachtenden patriarchalen Politik bezeichnet werden: die militärische Absicherung neoliberaler Politik, Kernenergie mit Verfassungsrang, Demokratie- und Legitimationsdefizite.
    Wie diese Strukturen mit welcher Zielsetzung eingesetzt werden, wird von Monika Christann, Bundessprecherin der Feministischen Partei DIE FRAUEN, Berlin, entlarvt.

    2. 5. 04:
    Entstehung und Fortwirken des Hexenbildes

    Über Hexenglauben und Hexenverfolgung wird immer noch gesprochen. Meist wird die Hexenverfolgung als Ausgeburt des Aberglaubens einer längst vergangenen Zeit dargestellt. Dennoch gibt es eine Kontinuität der Vorstellung über Frauen, die zum Bild der Hexe geführt hat. Die Referentin wird versuchen, mit ausgewählten Quellentexten die Zeit der Entstehung der Hexenverfolgung, die mögliche Existenz eines Hexenkults und die Bedeutung der Hexe in der Geschichte der Frau zu beleuchten.

    Ines Brenner ist Germanistin und arbeitet als Dezernatssekretärin und Bibliothekarin.

    4. 4. 04:
    Wenn Frauen Bücher machen - Bücherfrauen und Buchmarkt

    Frauen sind allgegenwärtig in der Buchbranche - sieht man von den oberen Etagen ab. Dennoch beeinflussen sie den Markt der Bücher nachhaltig. Und immer öfter. Ein Blick hinter die Kulissen des Buchhandels mit der Verlegerin Ulrike Helmer. Im Mittelpunkt des Ulrike Helmer Verlages steht ein vielfältiges Sach- und Fachbuchprogramm sowie Belletristik - alles stets unter Berücksichtigung der Geschlechterperspektive und mit besonderem Augenmerk auf Frauen.

    7. 3. 04:
    Der Internationale Frauentag

    Bruni Freyeisen, Mitglied der DKP, ist fast 64 Jahre alt und nach 45,5 Jahren Berufstätigkeit in Rente. Ihr politisches Engagement wurde ihr in den Wirren der Jahre des deutschen Faschismus in die Wiege gelegt. Sie hat immer, ohne die Bedeutung der Frauenbewegung herunter zu spielen, Wert darauf gelegt, daß allle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft usw. gemeinsam die Probleme angehen, die für ein Miteinander wichtig sind, und wird über die Bedeutung und die Geschichte des Internationalen Frauentags sprechen.

    1. 2. 04:
    Victoria Woodhull (Lesung)

    Victoria Woodhull ist eine der schillerndsten Figuren der Frauenbewegung. Sie kam aus einer Familie von Wahrsagern und Wunderheilern. Pflegte enge Kontakte zum Rotlichtmillieu. Verdiente als Brokerin an der Wall Street ein Vermögen. Und kandidierte 1872 als erste Frau für das Amt des amerikanischen Präsidenten. Jetzt erschien die erste deutschsprachige Biografie über Victoria Woodhull. Die Autorin Antje Schrupp liest aus der Lebensgeschichte dieser Frau, die so unbequem war, dass sie fast in Vergessenheit geraten wäre.

    Dr. Antje Schrupp ist Politikwissenschaftlerin und Journalistin und lebt in Frankfurt am Main.

    4. 1. 2004:
    20 Jahre Frauenchorgeschichte - Der internationale Frauenchor Amanda taktlos

    Der Internationale Frauenchor wird im Jahr 1982 aus der Taufe gehoben, wandelt sich und wird "Amanda Taktlos". Mehrere Frauengenerationen entwickeln im fortwährenden Prozess Themen, Musik, Inszenierung, vor allem Modelle zur Partizipation an Programmgestaltung. Was hat sich verändert, was ist geblieben, wohin bewegen sich die "Amandas"...?

    Uschi Mühlberger, Theologin und Musikerin, seit 18 Jahren dabei, irgendwann dann dezidierte musikalische Leiterin geworden, berichtet mit Ton- und Bild/Videomaterial und lädt auch ein zur Live-Erprobung.

    7. 12. 2003:
    Frauen und Sicherheit

    In diesem Referat geht es zunächst um die definitorischen Grundlagen aus feministischer Perspektive. Dann folgen Beispiele der praktischen Umsetzung und ihrer Schwierigkeiten, insbesondere wird die Situation von Frauen in Afghanistan und im Irak diskutiert.

    Dr. Simone Wisotzki ist Politikwissenschaftlerin und Mitarbeiterin der hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung.

    2. 11. 03:
    Die neuen Gewaltschutzgesetze in Theorie und Praxis

    Nach wie vor sind Frauen und Kinder im häuslichen Bereich am meisten in Gefahr, Opfer von psychischer, körperlicher und sexualisierter Gewalt zu werden. Das vor ca. eineinhalb Jahren in Kraft getretene (Bundes-) Gewaltschutzgesetz und das hessische "Gesetz zum effektiveren Schutz der Bevölkerung vor häuslicher Gewalt" vom September 2002 sollen den rechtlichen Schutz vor und nach derartigen Übergriffen verbessern.

    Wie sieht die Therorie und vor allem die Praxis für betroffene Frauen aus, welche rechtlichen Möglichkeiten gibt es? Darüber möchte die Referentin Marianne Grahl (Fachanwältin für Familienrecht und Verfahrenspflegerin für Minderjährige) einen Überblick geben und hofft auf eine angeregte Diskussion.

    5. 10. 03:
    Die Beginen - eine religiöse und soziale Frauenbewegung vom Mittelalter bis in die heutige Zeit

    Ursula Ziemkus und Renate Dietmann, Mitfrauen des Frauen-Gesprächskreises des Evangelischen Frauenbegegnungszentrums (EVA), berichten über die Wurzeln der Beginen als Frauenbewegung des Mittelalters und ihre Entwicklung bis heute.

    7. 9. 03:
    Die Kaffeekampagne El Salvador (mit Kaffeeverkostung)

    Kaffeeanbau und Ernte sind ein maßgeblich von der Arbeit der Frauen und Kinder bestimmter Bereich. Über den Weg der Kaffeekirsche von der Ernte bis in die Tasse und über die Arbeitsbedingungen der Kaffeepflückerinnen in dem kleinen mittelamerikanischen Land El Salvador in Zeiten der internationalen Kaffeekrise berichtet dieser Vortrag. Die Kaffeekampagne arbeitet seit 1992 direkt mit salvadorianischen Kooperativenverbänden zusammen, um unter Ausschluß der langen Handelsketten Kaffee in der BRD direkt zu vermarkten und darüber politische Inhalte und Informationen zu vermitteln.

    Karin van Bracht ist Sonderpädagogin und Mitbegründerin der Kaffeekampagne El Salvador, einem bundesweiten Zusammenschluß von Menschen, die aus der Solidaritätsarbeit mit Mittelamerika kommen und sich ehrenamtlich engagieren.

    3. 8. 03:
    Ist Medienkritik aus weiblicher Sicht zu betrachten?

    Derzeit ist der Journalismus tendenziell zunehmend obrigkeitshörig und systemkonform staatstragend. Sozial oder politisch engagierter Journalismus, der emanzipative Ziele ansteuert, ist weniger gefragt. Das "Sabine-Christiansen-Verständnis" von Demokratie, das wenige prominente Köpfe zu alleinherrlichen MeinungsführerInnen ermächtigt, hat Hochkonjunktur. Was bedeutet dies für Frauen? Ist der öffentliche Diskurs machistisch geprägt?

    Gitta Düperthal ist freie Journalistin, Medienkritikerin und medienpolitische Sprecherin im ver.di-Landesvorstand Hessen.

    6. 7. 03:
    Die Situation der Frauen in Afghanistan nach dem Sturz der Taliban

    Shila Zare wird über die Situation der Frauen in Afghanistan nach der "Befreiung" von den Taliban durch die USA (Oktober 2001) und die sogenannte Demokratisierung sprechen:
    Inwiefern hat sich die Lage der Frauen verbessert (wenn überhaupt)?
    Was hat die Regierung dazu beigetragen, und wie sieht das Grundgesetz für Frauen aus?
    Anhand von Statistiken und Aussagen von afghanischen Frauen werden wir erfahren, wie sich die Lage darstellt.

    1. 6. 03:
    Louise Michel und die Pariser Kommune 1871

    Die Lehrerin Clémence Louise Michel, genannt "la bonne Louise", wurde 1830 geboren und starb 1905 in Marseilles. Sie kämpfte in der republikanischen Opposition, gehörte zur I. Internationalen und nahm aktiv an der Pariser Kommune teil.

    Yolande De Nobile ist Malerin und lebt in Frankfurt.

    4. 5. 03:
    Der Verein Kosmopolitische Frauen Höchst

    Der Verein Kosmopolitische Frauen Höchst bietet Migrantinnen ein umfangreiches Angebot in den Bereichen
    Bildung: Deutsch-, Alphabetisierungs-, Elementarbildungs- Computerkurse usw.
    Beratung: Hilfestellung im Umgang mit Behörden und anderen alltäglichen Problemen
    Betreuung: muttersprachliche Betreuung für Kinder, Angebote für ältere Migrantinnen
    Begegnung: Freizeitangebote, Offener Treff
    und unterhält einen Kindergarten.

    Linda Ressel ist Grundschullehrerin und erhielt 1997 den Toni-Sender-Preis.

    6. 4. 03:
    Widerstand ist ein Geheimnis des Glücks - 20 Jahre terre des femmes

    terre des femmes ist eine gemeinnützige, parteiunabhängige Menschenrechtsorganisation, die ihre Arbeit unterdrückten, verfolgten und von sonstigen Diskriminierungen betroffenen Frauen widmet. Der Verin tritt für die Rechte von Frauen ein, ungeachtet ihrer konfessionellen, politischen, ethnischen und nationalen Zugehörigkeit. terre des femmes kämpft dafür, daß Frauenrechte Menschenrechte sind und daß die Frauen als gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft geachtet werden.

    2. 3. 03:
    Rosa Luxemburg: Leben und politischer Werdegang

    Rosa Luxemburg: geb. 5. März 1870 (oder 1871), ermordet 15. Januar 1919.

    Über ihr Leben als leidenschaftliche gefühlsbetonte Frau und kämpferische Sozialistin berichtet Elisabeth Schweiger (Mitfrau von LISA, feministische Arbeitsgemeinschaft der PDS, Übersetzerin).

    5. 1. 2003:
    "21 Gründe, warum eine Frau mit einem Mann schläft" - "19 Gründe, warum ein Mann mit einer Frau schläft"

    Doris Lerche ist freiberufliche Zeichnerin und Autorin. In den 80ern wurde sie bekannt durch ihr provozierendes Cartoonbuch "Du streichelst mich nie!"

    In ihren beiden Erzählbänden "21 Gründe, warum eine Frau mit einem Mann schläft" und "19 Gründe, warum ein Mann mit einer Frau schläft" wirft sie sich mitten hinein in den Dschungel erotischer Mißverständnisse, wechselt blitzschnell Perspektive und Geschlecht und konfrontiert uns mal leicht und ironisch, mal deftig und mal verstörend mit unseren Ängsten, unseren Sehnsüchten - und mit unseren Abgründen. (Beide Bücher sind bei Reclam Leipzig erschienen.)

    1. 12. 2002:
    Gewerkschaften und Chancengleichheit

    Frauen sind, was die schulische und berufliche Qualifikation angeht, dem männlichen Geschlecht überlegen. Trotzdem sind ihre Chancen beim Zugang zum Beruf, bei den Einkommensmöglichkeiten und beim beruflichen Aufstieg schlechter. Frauen verdienen noch heute im Westen der Republik 25% weniger als Männer. Dafür sind sie mit 98% bei der Teilzeit Spitze.

    Welche Strategien verfolgen Gewerkschafterinnen, um diese anhaltende Ungleichheit zu beseitigen? Wo liegen die Stolpersteine?

    Marita Eilrich ist Vorsitzende des DGB-Landesfrauenausschusses Hessen.

    3. 11. 02:
    Mut zur Selbstheilung: Gesundheitscoaching für Frauen

    Angelika Koppe bietet seit ca. 10 Jahren Selbstheilungsberatung und Gesundheitscoaching speziell für Frauen an. Anstoss gab vor vielen Jahren ihre eigene Erkrankung (Endometriose). Das Faszinierende an dieser Arbeit ist, dass mit Hilfe körperorientierter Visualisierungen ein Kontakt, ein " Gespräch" mit dem Körper möglich wird. Und daraus erfolgt die Kreation von eigenmächtigen, gesundheitsförderlichen Handlungsschritten im Alltag. Angelika Koppe wird die Selbstheilungsberatung und das Gesundheitscoaching "hautnah" vermitteln.

    Lektüreempfehlung: Angelika Koppe: "Wo die Piranhas mit den Zähnen klappern. Die Kraft innerer Bilder in Selbstheilungsprozessen" (Goldmann-Taschenbuch).

    6. 10. 02:
    Das Frauen-Gedenk-Labyrinth

    Das Frauen-Gedenk-Labyrinth ist ein internationales Kunstprojekt zu Ehren großer und fast vergessener Frauen der Geschichte. Am 1. Juni 2000 wurde es von 1000 Frauen auf dem Platz vor der Alten Oper eingeweiht und reist seitdem als Wanderausstellung durch die Städte Europas. Im September war es fast 3 Wochen auf dem Frankfurter Hauptfriedhof ausgestellt. In dieser Zeit wurde insbesondere an Frauen erinnert, die das Leben in Frankfurt geprägt haben. Das Kunstwerk eröffnet einen Einblick in das Leben von vielen starken, mutigen und weisen Frauen, und bietet so die Möglichkeit, Frauen als Vorbilder zu sehen.

    4. 8. 02:
    Besondere Herausforderungen verlangen besondere Lösungen

    Unter diesem Motto bietet berami, Beratung, Bildung, Beruf in der Migration e.V.seit mehr als 11 Jahren Migrantinnen und Aussiedlerinnen im Raum Frankfurt (und daüber hinaus) nach gezielter Beratung berufliche Neuorientierung, Qualifizierung zur Anpassung an veränderte Anforderungen der Arbeitsmarktes, Umschulung in einen kaufmännischen Beruf. Anerkennung von Individualität und Vielfalt wird in dem internationalen Team groß geschrieben.

    7. 7. 02:
    "Ohne Krimi geht die Mimi nie..."
    über Mordsfrauen und Frauenkrimis

    Bereits Mimi wußte über "die Besten im Bett" (der Slogan wurde von den Herausgeberinnen der Ariadne-Krimis erdacht) Bescheid. Und auch wir heutigen Frauen lassen uns nach einem anstrengenden Tag gern in die Welt der Frauenkrimis mit ihren Mordsfrauen entführen. Was ist das Faszinierende an diesen Frauen, die als Detektivinnen, Mörderinnen oder als harmlos wirkende Durchschnittsfrauen für Gerechtigkeit sorgen? Was wurde aus dem ehemals knallharten männlichen Held? Welche innovativen Frauenbilder, Lebensentwürfe und Geschlechtermodelle werden von den Autorinnen entworfen? Um diese und ähnliche Fragen geht es in diesem Vortrag.

    2. 6. 02:
    Die Arbeit der AGFF (Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Frauenverbände) das Frauennetzwerk in Frankfurt am Main

    Die AGFF hat 33 Mitgliedsverbände. Ihre Aufgaben sind:

  • die Forderungen der Frauen bei wichtigen Fragen des öffentlichen Lebens, insbeondere in der Kommune, zu vertreten,
  • Informationen auszutauschen und die Lösung gemeinsamer Probleme zu fördern,
  • gemeinsame Veranstaltungen durchzuführen,
  • Kontakt mit den MandatsträgerInnen der Stadt Frankfurt, des Landes Hessen sowie dem Bund und Frauen in leitenden Positionen zu pflegen

    Die Vorsitzende, Maxi Menzel-Hunkel, ist seit 2000 im Vorstand; sie vertritt die AGFF in der Frauenkommission der Stadt Fraunkfurt, im VHS-Beirat und beim hessischen Landesfrauenrat. Margot Müller wurde im Februar 2002 als stellvertretende Vorsitzende in den Vorstand gewählt.

    5. 5. 02:
    Chancengleichheit für Frauen: zwischen Beschleunigung und Entschleunigung der Entwicklung durch neue Konzepte am Beispiel Gender-mainstreaming

    Mit unterschiedlichen Konzepten und Methoden wurde in den letzten 20 Jahren versucht, die Chancengleichheit von Frauen zu verwirklichen: durch Frauenförderpläne, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, Quoten, Gleichstellungsgesetze, Netzwerke, Lobbyarbeit usw. Erreicht haben wir einiges, in der Realität sind wir aber noch sehr weit von Chancengleichheit entfernt. Aktuell werden uns neue Konzepte offeriert, z.B. das Gender-mainstreaming. Über Vision und Wirklichkeit wollen wir diskutieren und darüber, wie wir "Gender-mainstreaming" in unsere politische Strategie miteinbeziehen können und was das bewirken könnte.


    Reihe Kommunalpolitisches Forum

    2. 2. 03:
    Mitfrauen der Feministischen Partei

    Zur Landtagswahl informieren wir über Programm und Ziele der Feministischen Partei DIE FRAUEN.

    1. 9. 02:
    Mitfrauen der Feministischen Partei

    Zur bevorstehenden Bundestagswahl informieren wir über Programm und Ziele der Feministischen Partei DIE FRAUEN.

    7. 4. 02:
    Barbara Obermüller (Feministische Partei)

    Bei den Kommunalwahlen im März 2001 wurde Barbara Obermüller, langjährige Mitfrau der Feministischen Partei, in die Stadtverordnetenversammlung in Darmstadt gewählt. Damit ist die Feministische Partei zum ersten Mal in einem Parlament vertreten. Nach einem Jahr zieht Barbara Obermüller Bilanz: Wie haben die anderen Parteien in der Stadtverordnetenversammlung reagiert, was stand in der Zeitung, wie ist das für eine Neue, sich im Parlament zu Wort zu melden, Anträge einzubringen und den Kommunalen Haushaltsplan zu entziffern?


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    DIE FRAUEN
    Frankfurt am Main

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    06.03.10